1. Erdgas Raceday Dresden
Dresden, 23.07.06.
Für Thomas und mich stand heute folgendes auf dem Programm: Mit dem Rennrad insgesamt 112 km von Dresden über Pirna nach Altenberg, dann noch die Bobbahn hoch und über Freital zurück nach Dresden.
Der Morgen begann durchwachsen. Ich bin 6:00 Uhr aufgestanden und habe nach dem Frühstück mein Auto beladen. Pünktlich 6:45 Uhr war ich bei Thomas. Er stand im Nachtgewand vor mir - verschlafen - und so startete ich erstmal allein nach Dresden um wenigstens schon seine Startunterlagen zu holen. Der Rest klappte dann auch mit seiner gewohnt extremen "Nicht-aus-dem-Arsch-komm" Art. ;-)
8:30 Uhr standen wir dann im 1/3 der Startaufstellung. Zehn Minuten später fiel der Startschuss und es war das letzte Mal, dass ich Thomas während dem Rennen sah. Ich habe mich gleich daran gemacht mich im Feld nach vorn zu arbeiten. In der ersten Gruppe fühlte ich mich auch sehr wohl und ich bin jeder Tempoverschärfung mitgegangen. Nach Börnichen auf der Serpentinenabfahrt konnte ich dem Tempo auf nasser Fahrbahn nicht folgen. Meine Angst vor einem Sturz war zu groß (Weichei). Ich verpasste den Anschluss auf dem Weg nach Bärenstein. So fuhr ich erstmal ca. 5 Minuten allein, konnte etwas essen und trinken bis ich mich dann der nächsten größeren Gruppe (ca. 15 Leute) angeschlossen habe.
Die Gruppe rollte gut zusammen. Wir fuhren gemeinsam nach Altenberg hoch und nach einer kurzen Abfahrt bis zur Bobbahn. Dort hieß es für jeden den einen Kilometer mit bis zu 22% Rampen bestmöglich zu überwinden. Mir gelang dies als zweiter unserer Gruppe. Thomas berichtete auch von Fahrern die diesen Abschnitt schiebend/kriechend absolviert haben. Respekt vor jedem der die "Bobbahn" bewältigt hat! Oben wurde von netten Helfern des Pirnaer RV Wasser gereicht und ich habe meinen Körper noch mal für die letzten Kilometer gestärkt.
Die Gruppe formierte sich zur Abfahrt nach Dresden. Unterwegs wurden noch einige Fahrer "eingefangen". Es gab nur wenige Angriffe aus der Gruppe heraus, die alle gekontert wurden. In Dresden eingefahren und eine ekelige Pflastersteinpassage überstanden, sollte ein Sprint über unseren Gruppensieger entscheiden. :) Ich hielt mich an Position 5-6 auf um eine gute Ausgangslage zu haben. Der Schlusskampf wurde sehr zeitig eröffnet und ich ging mit einigen Hinterrädern mit. Im Sprint unserer Gruppe wurde ich zweiter. Nach 3:08:58 Std erreichte ich als gesamt 27. das Ziel.
Thomas erlangte das Ziel ca. 35 Minuten später, glücklich und doch erleichtert. Es war für ihn sein erstes Straßenrennen. Ich bin stolz auf deine Leistung und als 162. von 410 kannst auch du mit dir sehr zufrieden sein. Ich hoffe du hast auch Lust auf mehr...
Unsere Leistungen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind!
Den Tag ließen wir dann gemeinsam im Freibad ausklingen...
