13. Oberelbemarathon
Landschaftshalbmarathon von Pirna nach Dresden - "Der Weg auf die Bühne!"
Am 26.04.2009 fand der 13. RENTA Oberelbe-Marathon statt - für mich die vierte Präsentationsrunde.
Ich konnte zum Glück meine Eltern als Fahrer begeistern, da ohne Chauffeur mehr Aufwand nötig wäre.
Andreas hatte sich nicht angemeldet und er fühlte sich auch nicht so fit. Deshalb kam er auf die glorreiche Idee mein Laufbegleiter zu werden. Er wollte meine persönliche Bestzeit "verbessern". Das müsste doch zu machen sein - vorausgesetzt es gibt keinen Gegenwind nach Dresden - denn dann hätte man die gesamte Strecke seine Freude daran.
So nun zum 26.04.2009 zurückkommend. In Pirna herrschte bei unserer Ankunft schon reges Gedränge, doch die Toiletten waren noch frei. Also Chance genutzt!
Danach trafen wir die anderen Kopfjaeger Mareno, Mechthild und Uwe. Wir stimmten uns kurz ab. Andreas und ich wollten uns nun an Mareno hängen, de er eine 1:35h anstrebte.
Noch schnell die überschüssigen Sachen abgeben und dann ging es schon zum Start. Der Start war diesmal um 200m verschoben, trotzdem änderte sich nichts an der Strecke. Der Lauf begann wieder recht hitzig, da man viele Massen überholen musste bevor der enge Elbradweg begann.
Ich begann mit einem hohen Tempo - entspanntes Laufen sieht anders aus. Andreas nahm die Zeit, wobei dies schwerer war als man sich vorstellt. Denn die Kilometer-Punkte waren nur für den Marathon aufgestellt und stimmten nicht mit dem Halbmarathon überein. Er fluchte über diese Organisation. Mir war das erstmal egal. Ich hatte mit mir und meinen Beinen zu tun - ach und natürlich wie eine Woche vorher in Leipzig mit der HITZE. Toll!!! Total mein bevorzugtes Laufwetter!
Großes Lob an meinen Laufbegleiter, der den Getränkegürtel mitnahm. Er zwang mich spätestens pro Kilometer etwas zu trinken. Das half sehr. Die Getränkeposten der Veranstalter nutzten wir nur zum "Wasser-über-den-Kopf-schütten". Eine Anmerkung zu den Getränkeposten: für das Wetter waren einfach zu wenig vorhanden. Aller 5km war zu wenig.
Meine Beine liefen immer weiter, wobei es an manchen Stellen echt "schei..." lief. Bei etwa Kilometer 12 zerlutschte ich meinen Traubenzucker. Ob es half, weiß ich nicht genau, aber ich hatte für die kurze Zeit Ablenkung vom Laufen. FAZIT: Mehr Essen während des Laufens bringt Ablenkung! GRINS
Bald erreichten wir die Dresden-Kulisse. Es war wirklich schön die nun schon bekannte Strecke zu sehen.
In Dresden begann dann das härteste Stück: die letzten 3km und das Kopfsteinpflaster. Es ist wirklich schlimm, wenn man an der Grenze ist und noch über Kopfsteinpflaster laufen muss. Und der Ton von Andreas wurde immer energischer und lauter. Im Ziel erfuhr ich warum! Denn ich wurde langsamer und die Bestzeit stand auf Kippe!
Der letzte Kilometer zog sich lang wie ein Kaugummi. Es gab ein "Beweg dein Arsch!" von Andreas und ein paar anerkennende Worte von anderen Läufern. Endlich kam die Einbiegung ins Heinz-Steyer-Stadion. Ich versuchte einen Endspurt, der leider nur 50m anhielt. Los noch die letzten Meter! Und dann sprangen auch noch zwei Nordic-Walker quatschend auf der Bahn rum. Diesmal kamen die harschen Worte von mir. Die werden mir nicht meine Bestzeit versauen. Es zählt schließlich jede Sekunde.
Ziel bei 1h 35min 25sec. - BESTZEIT!!!
Ich wurde damit 6. Frau von allen und 2. Frau in meiner Altersklasse. Ich durfte also auf die Tribüne!
Man ein cooles Gefühl seinen Namen durchs Stadion rufen zu hören. Die erste Frau war Sylvia Jacobs mit einer Zeit von 1h 25min 47sec.
Was war nun mit den anderen Kopfjaegern?
Später erfuhr ich, dass Mareno einen Wadenkrampf bekam und Mechthild sich den Mittelfuß brach. Aber sie hielten durch.
Deshalb ein großes Lob und viel RESPEKT an die Kopfjaeger und an alle anderen Teilnehmer!!!
Zusammenfassung:
Stephanie Junge 1h 35min 25sec 6/ 2
Mechthild Herrmann 2h 14min 40sec 386/ 29
Uwe Herrmann 2h 08min 44sec 1111/ 53
Mareno Kummer 1h 47min 13sec 459/ 67
GOOD LUCK!!!
Steffi


