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21.5.2012 | 23:53

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16. Sebnitzer Bergzeitfahren

Schnie, André und Nino

Ausgeschlafen und ausgeruht machten Schnie und ich mich am Samstag 11 Uhr in Richtung Sebnitz. Es stand eine lockere Trainingsrunde zur Buschmühle auf dem Plan. Als Vorbelastung für den Rennsonntag sollte das 16. Sebnitzer Bergzeitfahren in Schnies Heimat dienen.

Mit Rückenwind und den Carbonlaufrädern ausgestattet rollten wir gemütlich und recht fix bis zur Buschmühle (Kirnitzschtal). Dort angekommen, zogen wir erst einmal alle Blicke auf uns und studierten die Ergebnisse des letzten Jahres. Natürlich stand Olaf Schöps ganz oben! Nach der kostenfreien Anmeldung ging es auch schon zur Streckenbesichtigung. Der Beginn war recht human, aber was dann folgte, lies uns Staunen: Steile lange Rampen und lang gezogene ansteigende Geraden. Gekrönt wurde das Ganze dann von einem 250 m langem Schotterweg bis zum Ziel auf dem Wachberg. Schon das langsame Hochfahren brachte unseren Puls in Fahrt und so hoffte vor allem ich, dass die Schlauchreifen halten. Oben angekommen, den Rucksack versteckt, auf die Uhr geschaut und alle Hoffnungen auf den Sieg begraben, ging es hinab zur Buschmühle.

Das Losverfahren für die Startreihenfolge war bereits beendet. Doch Schnie hatte noch die Wahl zwischen zwei Zetteln und ich nahm den verbliebenen. Startnummer 36 und 38. Klasse, wieder ewig warten! Am Start vergrößerte sich unser Team um Nino und André (er hat unterschrieben!). So schillerten 4 KOPFJAEGER im Glanze der Buschmühle und warteten auf ihren Einsatz.

Als Erster durfte André von der Rampe rollen und sich mit seinem Canyon dem Berg stellen. Ihm folgte wenige Minuten später Nino, der wegen seinem geringem Fahrradgewichtes noch die Satteltasche, Flaschen und Pumpe als Zusatzgewichte montiert hatte.
Die Nr. 36 rollte von der Rampe. Als man das rhythmische Klacken des neu aufgebauten Carbonrades hörte, war auch dem letzten klar: "Jetzt kommt Schnie!"

2 Minuten später nahm ich die Verfolgung auf, mit maximal 52,6 km/h auf dem ersten flachem Stück war ich noch gut dabei. Dann kamen die ersten Höhenmeter und die Strapazen begannen. Die Beine wurden von Meter zu Meter schwerer. Einen Fahrer überholt und einen Sebnitzer Lizenzfahrer in Sicht. Ich war nah an ihm dran, musste dann aber im oberen steilen Teil teuer bezahlen und ihn ziehen lassen. Das Schotterstück kam und ich ging auf den letzten 100 m in den Wiegetritt. Schwachsinn!!! Das Hinterrad rutschte weg und mit Mühe und Not konnte ich einen Sturz vermeiden, indem ich auf die Wiese fuhr. Nach 15:38 Minuten oben angekommen, standen schon die 3 KOPFJAEGER Kollegen bereit und sahen mir zu, wie ich auf dem Lenker liegend nach Luft schnappte.

Alle rätselten über ihre Zeit. Sollte Schnie vor mir sein? Nein, die bittere Wahrheit stand dann Schwarz auf Weiß auf einem Zettel. Es fehlten 6, in Worten: "Sechs" Sekunden auf meine Zeit. Schluchzend stand Schnie am Abhang und war nur noch mit viel Einfühlungsvermögen zu trösten.

Nino und André waren exakt auf dem gleichen Leistungsniveau und Platzierten sich jeweils zeitgleich als 11. Schnie verlor durch die 6 Sekunden gleich 2 Positionen und musste sich mit Rang 7 begnügen. Für mich stand im zweiten Bergzeitfahren schon wieder ein 5. Platz zu Buche. Den Sieg machten zwei Hungerhacken in Collos-Outfit unter sich aus.

Nach dem Rennen begleitete uns Nino und André noch bis nach Bad Schandau. Dort trennten sich dann die Wege und alle fuhren auf 2-Rädern in die eigenen 4 Wände. Für Schnie und mich standen schließlich in Dresden genau 150 km auf dem Tacho. War das die optimale Vorbereitung auf das morgige Rennen "Runde um die Landeskrone"???

21.06.2008
Von: Franco Loreck

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