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19. Ostritzer Frühjahrslauf

Oppacher Läufercup 2009

19. Ostritzer Frühjahrslauf am Sonntag, den 05. April 2009

Endlich war es soweit: der erste offizielle Lauf läutete die Wettkampfsaison 2009 für Steffi und mich ein. Es galt die Laufstrecke über 11,6 km möglichst zügig zu bewältigen, um sich in der Altersklasse möglichst weit nach vorn zu schieben und somit viele Punkte für den Oppacher Läufercup zu sammeln.

Dieser Cup setzt sich aus insgesamt 14 Läufen, verstreut im Bereich Oberlausitz und Niederschlesien, zusammen. Gewertet wird jeweils die Altersklasse, wobei für den 1. Platz 30 Punkte, für den 2. Platz 29 Punkten usw. ergattert werden können. Maximal acht dieser 14 Läufe ergeben dann schließlich eine Gesamtpunktzahl und einen entsprechenden Platz in der Gesamtwertung. Wir haben uns fest vorgenommen, in unserer AK 20-29 dieses Jahr ordentlich zu "rocken" und uns möglichst weit nach vorn zu schieben.

Zurück zum Lauf. Nachdem die "Bambinis" über  800m erstaunliche Zeiten (Bestwert: 03:28 Min.) auf die Aschebahn brannten, anschließend die Läufe über die 2000m bzw. 4000m absolviert wurden, gingen wir pünktlich um 10:30 Uhr mit 36 weiteren Frauen und 163 Männern an den Start.

Das Streckenprofil kannten wir nur vom "Hören Sagen". Dabei wurde jedoch nicht übertrieben. Die leicht wellige, windstille und teils asphaltierte bzw. befestigte Strecke entlang der Neiße in wäldlicher Umrahmung mit der Durchquerung des Ostritzer Klostergeländes als kleines Schmankerl war sehr reizvoll.

Ich war schon überrascht, dass ich mich bereits nach den ersten Kilometern in der aus ca. zehn Läufern bestehenden Führungsgruppe befand. Diese schrumpfte angesichts des recht hohen Tempos schließlich auf eine 5-köpfige Gruppe. Und ich dabei! Die 5km-Markierung passierten wir in weniger als 18 Minuten. Ich "lutschte" ein wenig und ließ mich bis zum Wendepunkt bei 5,8 km im "Windschatten" mitziehen. Es war ein etwas befremdendes aber schönes Gefühl, nun den folgenden Läufern entgegen zu laufen. Nach ca. 200m kam mir auch schon Steffi entgegen. Bei ihr schien es also auch recht flott her zugehen. Das Tempo wurde von den beiden Führungsläufern unserer Gruppe forciert und sie setzten sich ab. Meine Beine zollten nun Tribut, sodass ich ihnen nicht folgen konnte. Auch Läufer drei und vier schafften mehr und mehr Meter Abstand zu mir, waren aber in Sichtweite. Ich erholte mich glücklicherweise nach dieser kurzen "Verschnaufpause" merklich, fand wieder einen runden Rhythmus und lief zunehmend schneller. Der Abstand zu Platz vier verkürzte sich zusehends, bis ich schließlich die Lücke von anfangs ca. 100m schließen konnte. Ich entschied mich nach kurzem Grübeln für die Flucht nach vorn, zog noch einmal an und hoffte, dass er (Hagen Zein, männl. Jugend A) gar nicht erst auf den Gedanken der Verfolgung kommen könnte. Nach etwa 30 Sekunden war mein Turbo alle und der Abstand betrug ca. 20m, wobei ich nicht sicher war, ob Hagen den Platz 4 schon abgeschrieben hatte. Noch gute 2km zu laufen und meine Körner und Motivation gingen langsam aus. Ich hoffte aber, diesen Platz bis ins - gefühlt ewig entfernte - Ziel verteidigen zu können.

Endlich bog ich auf die abschließende Stadionrunde ein. Ich sah den drittplatzierten Patrick König vom SV Koweg Görlitz mehr als eine halbe Runde vor mir. Es stellte sich nachher heraus, dass er den ersten Platz in meiner Altersklasse belegte. Ein potentieller Konkurrent für die Zukunft war somit auch gefunden. Es war dennoch ein tolles Gefühl, die Ziellinie als (undankbarer) Gesamtvierter von 164 Männern in einer offiziellen Zeit von 44:01 Minuten (meine Uhr sagte 43:58 Min.) zu überqueren. Immerhin ein Schnitt von 15,8 km/h bzw. 3:48 Min./km.

Ich gönnte mir nun ein paar Becher lecker Oppacher Mineralwasser - Achtung Schleichwerbung ;-) - beglückwünschte den Sieger Holm Kunze vom PSV Zittau und schaute dann gespannt gen Stadioneingang. Die erste Frau wurde vom Sprecher angekündigt. Es war erwartungsgemäß Franziska Kranich vom SV Koweg Görlitz. Kurz darauf bog auch schon die zweitplatzierte Frau ein. Die 15-jährige Tina Piehl von der HSG Turbine Zittau. Ein sehr talentiertes Mädchen, die sicher noch viel von sich reden lassen wird. Und knapp 50m hinter ihr kam Steffi angelaufen. Meine Versuche, sie zum Endspurt und evtl. Platz 2 zu motivieren, liefen völlig ins Leere. Ich beendete mit ihr die letzten 400m und wir überquerten zusammen die Ziellinie in 49:28 Minuten (1:28 Min. nach der Siegerin Franziska). Eine stolze Leistung (zum Vergleich: 14,1 km/h; 4:16 Min./km). Sie konnte bzgl. ihrer geplanten Zielzeit von 55 Minuten nur schmunzeln. Es muss ebenfalls erwähnt werden, dass es ihr dieses Mal gelang, die fantastische Claudia Heiduschka von der SG Crostwitz 1981 hinter sich zu lassen.

 So durfte Steffi zweimal und meine Wenigkeit auch einmal das Treppchen erklimmen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Veranstalter vom SV Ostritz für die Organisation und Durchführung der Veranstaltung. Bei der Siegerehrung hallte mehrfach "von den Kopfjaegern Bautzen" oder "vom Kopfjaeger-Verein Bautzen" über den Sportplatz. Jungs und Mädels: Wir etablieren uns!!!

Als nächstes steht am Samstag, den 11. April der Bischofswerdaer Langstreckenlauf über 21,1 km auf dem Programm. Drückt uns die Daumen!

In diesem Sinne: Stay strong!

 Steffi und Andreas

Zusammenfassung:   Steffi             AK 20-29         2/6

                                                  Gesamt           3/37

                             Andreas          AK 20-29         2/18

                                                  Gesamt           4/164

05.04.2009

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