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22.5.2012 | 0:00

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2. Sächsischer Mt. Everest Treppen-Marathon

[Auszug aus der Pressemitteilung von Treppenlauf.de]

22./23. April 2006 :: 8848 Höhenmeter in den Weinbergen von Radebeul

15 Uhr

Die Alleingänger haben sich zur Einweisung versammelt. Peter Heilsberg erläutert die Regeln und ermahnt zur Fairness. Je ein Vertreter des THW, DRK und der Feuerwehr tragen das Gipfelkreuz des Sächsischen Mt. Everest die Treppe hoch und stellen es im Pavillion auf.

16 Uhr
Start der Alleingänger, Sonnenschein, angenehme Temperaturen und Kurt Hess kommt als erster die
Treppe wieder hoch. Das Tempo ist in den ersten zehn Runden unglaublich hoch, hoffentlich übernehmen sich die Jungs und das einzige Starterin nicht.

Schon nach wenigen Runden haben sich die Läufer über die gesamte Runde verteilt. Wasser, Tee und Cola, Banane und Apfel werden am Verpflegungspunkt an der oberen Wende genommen. Es beginnt zu Regnen, tut aber dem Lauf keinen Abbruch. Mit unvermindertem Tempo laufen die Athleten Runde für Runde. langsam trennt sich die Spreu vom Weizen, die ersten machen eine Pause, andere werden deutlich langsamer. Im Versorgungszelt werden Nudeln und heißer Tee gereicht. Und gleich wieder raus auf die Strecke. Ein eindrucksvoller Sonnenuntergang über dem Elbtal verabschiedet die Läufer in die Nacht...

22 Uhr
Die Dreierseilschaften starten und es gibt mehr Bewegung an der Strecke. Sofort setzt sich die Radebeuler Staffel Hase und Igel an die Spitze, sie sind die absoluten Favoriten. Kurt Hess liegt weiter an der Spitze, gefolgt von Daniel Schmid aus der Schweiz und Daniel Knoll aus Dresden.

24 Uhr
Die Touristen starten und es wird laut an der Strecke. Mit viel Schlachtenbummlern sind die Teams angereist und sie feuern jeden Läufer an, der vorbei kommt. Von den Alleingängern sind noch 30 Starter im Rennen, In der Küche herrscht Hochbetrieb, heißer Tee und Boullion sind gefragt, aber auch Nudeln und Kuchen, Riegel und Obst werden Schüsselweise bereit gestellt.

2 Uhr
Unveränderte Reihenfolge bei den Alleingängern. Kurt Hess hat gut zu tun, um seinen ärgsten Verfolger auf Distanz zu halten. Bei Dreierseilschaften führen die Radebeuler Igel und Hase unangefochten und haben schon mehrere Runden Vorsprung, Die Touristen vom Lößnitzgymnasium fegen um die Strecke, das es uns manchmal Himmelangst wird. Wir rufen sie zu einer moderateren Gangart auf. Naja, mit wenig Erfolg, es sind eben Heißsporne und die Konkurrenz aus dem eigenen Ort soll doch deutlich geschlagen werden.

4 Uhr
Es wir neblig im Elbtal und langsam kriecht bei den Streckenposten, die aller zwei Stunden wechseln, die Kälte den Rücken hoch. Bei uns ist jetzt Kaffee und Tee das wichtigste Nahrungsmittel, die Läufer ernähren sich bestimmt gesünder. Die Nummer eins kämpft weiterhin gegen seinen Landsmann, auf dem dritten Platz ist jetzt Steffen Claus aus Radebeul.

6 Uhr
Der Tag ist angebrochen, doch der Nebel ist hartnäckig und alle laufen wie durch eine Geisterwelt. An der Spitze ist die Situation unverändert, auf dem Dritten Platz läuft jetzt Ben Juretzko aus Zittau. Hase und Igel sind weiter weit in Front und die Läufer vom Lößnitzgymnasium haben auch schon einige Runden Vorsprung. Das Rennen ist unheimlich spannend, Daniel Schmid setzt Kurt Hess stark zu. Der muss alles geben um seinen Vorsprung zu verteidigen.

6.58:32 Uhr
Kurt Hess hat den Gipfel erreicht! Unglaublich, er hat seine Vorjahreszeit um zwei Stunden unterboten! Ein phantastischer Streckenrekord! Er ist total am Ende, aber glücklich. Er wird später sagen, es war sein schwerstes Rennen. Zwanzig Minuten danach erricht Daniel Schmid im Ziel und komplettiert so den Schweizer Doppelsieg. Herzlich Glückwunsch den beiden! An der Treppe herrscht trotz des Nebels eine hervorragende Stimmung, den beiden Erstplazierten wird zugejubelt und auch wir sind von den Leistungen tief beeindruckt.

Aber das Rennen geht weiter und es soll noch sehr spannend werden. Es sind noch 30 Alleingänger auf der Stecke. Ben Juretzko liegt auf Platz drei, knapp vor dem Radebeuler Steffen Claus. Hase und Igel führen mit fast zwei Stunden Vorsprung, als sich Richard Albert verletzt. Die letzten 12 Runden sind also die Führenden nur noch zu zweit. 8:37 sind sie im Ziel. Richard Albert kann das nicht miterleben, wir haben in  vorsichtshalber ins Krankenhaus gefahren. Zum Glück nur eine Verstauchung, wie sich später heraus stellt.

Das Lößnitzgymnasium führt bei den Touris weiter vor dem Luisenstift und SAP. Team Keulenberg und
Radebeul sind fast gleich auf, wird also zum Ende auch noch mal spannend.

9 Uhr
Langsam kämpft sich die Sonne durch und der Nebel lichtet sich, als Ben Juretzko ins Ziel kommt. Er ist fix und alle und so was von glücklich, schnell etwas Warmes anziehen und etwas zu Trinken, dann warten wir auf Steffen Clauss. Nach 30 Minuten kommt er ins Ziel, nicht unzufrieden, ist er doch über eine Stunde schneller gelaufen als wie im letzten Jahr. Sein erster Weg führt ihn in das Versorgungszelt, hier gönnt er sich ein Bier.

Ab elf Uhr geht es Schlag auf Schlag, die zweite und Dritte Dreierseilschaft kommt ins Ziel, das Lößnitzgymnasium gewinnt klar und langsam lichtet sich das Teilnehmerfeld auf der Treppe. Aber es bleibt spannend. So erreichen viele Läufer das Ziel nur mit wenigen Minuten Unterschied und dann ist da ja auch noch die Frage, wer schafft noch die hundert Runden. Hier muss auf alle Fälle Andreas Amann erwähnt werden. Vier Minuten vor 16 Uhr geht er in die letzte Runde. Da bei uns angefangene Runden zu Ende gelaufen werden, ist er also noch als 23. in den Club der Hunderter aufgenommen worden. Erwähnt sollte unbedingt noch Rainer Schädlich aus Berlin werden. Er belegte als ältester Alleingänger in diesem Rennen einen beachtlichen 11 Platz.

Eine sehr Stimmungsvolle Siegerehrung beendete den Wettkampf.

27.04.2006
Von: Martin Herrmann

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