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5.2.2012 | 15:42

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34. Leipzig Marathon

Andreas Krämer - Leipzigmarathon

Als erstes großes Ziel in diesem Jahr stand nun der 34. Leipzig Marathon am 25.04.2010 fest. Leider sehr bedauerlich zeitgleich zum Oberelbe Marathon, den ich seit fünf Jahren nicht ausgelassen habe. Aber Anmeldung ist Anmeldung!

So fuhren Andreas und ich nun am Samstag zu unserer Unterkunftsherberge „Freundin Karen“. Nach einer sehr unruhigen Nacht folgte der Wettkampftag.

Mit der Straßenbahn ging es zum Sportforum - meiner ehemaligen Studiumsstätte und Ort des legendären DHfK-Faschings (das aber nur für Insider)! Nach dem Start der Inlineskater und Handbiker rutschte unsere Startzeit immer näher. Die Reporter erzählten noch von möglichen neuen Streckenrekorden der Frauen unter 3h - ich lachte nur!!

Der Start erfolgte pünktlich 10Uhr. Andreas rannte den ersten Kilometer neben mir und dann versuchte er sein Tempo zu finden. Die Kilometer zogen sich so hin. Ich genoss noch die Sehenswürdigkeiten von Leipzig. Doch bei Kilometer 15 dachte ich das wars. Mein rechtes Knie fing an komische schmerzhafte Signale zu senden. Ich dachte nur, nicht jetzt schon, noch nicht mal die Hälfte geschafft!! Das permanente Ignorieren des Schmerzes ließ ihn ZUM GLÜCK wieder verschwinden. Doch irgendwie zog sich die erste Hälfte des Marathons wie Kaugummi dahin. Irgendwie wollte es nicht rund laufen! Aber die Zeit war noch ganz okay! Ich hatte das Ziel erneut unter 3:30h zu finishen.

Nach 1:42h kam auch endlich die Halbmarathon-Hürde! Ab jetzt befindet man sich ja bildlich auf dem Rückweg. Und potz blitz es lief auf einmal auch besser. Aber leider nur bis Kilometer 24. Auf einmal gab es fiese Stiche in der rechten großen Zehe! Na ja, die Blutblase war damit gelaufen, aber hoffentlich nichts Schlimmeres!! Erneutes Ignorieren ließ den Schmerz wieder verschwinden (Anm.: nicht zum Nachmachen geeignet!).

Beim 31. Kilometer erlebte ich dann etwas, was in meinem Leben einzigartig bleiben wird. Ich sah Andreas vor mir!! Da wusste ich schon, dass der Treppenlauf ihm noch Probleme bereitete. Ich rannte zu ihm und sagte nur „Hab dich!“. Und dachte eigentlich, dass er dann mit mir weiterlaufen wird. Aber nein! Seine Beine wollten nicht mehr! So rannte ich weiter, die Zielzeit im Hinterkopf.

Zunehmend wurde es langsam eine Charakterfrage. Denn zu diesen sich hinziehenden Kilometern kam eine Wärme dazu wie im tiefsten Hochsommer. Der Wasserschwamm wurde mein ständiger Begleiter. Man lief nur noch von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation und dazwischen dachte man auch nur ans Trinken. So vergingen die Kilometer mit einer 3 vorn.

Es gab einen kurzen Schub beim 40. Kilometer! Der Kopf wollte einen Endspurt hinlegen, doch die Beine verweigerten. So lief man also sein gefühltes Omatempo weiter! Die Zielzeit wurde langsam knapp. Nur nicht langsamer werden, dachte ich.

Und dann kam endlich der Blick auf meine alte Uni und das Wissen auf dem letzten Kilometer zu sein. Auf der Zielgerade ließen die Beine doch noch einen kurzen Endspurt zu. Und so rannte ich über die Finisherlinie in einer Zeit von 3h 27min 54 sec. - Ziel erreicht und persönliche Bestzeit!!

Das war schön Freude genug. Zusätzlich wurde ich mit dieser Zeit 6. Frau des Marathons!! Ich war überwältigt. Und das bei so einem großen Lauf!!

Zehn Minuten später kam auch Andreas ins Ziel. Trotz der vergangenen Strapazen hielt er den Marathon durch!! SUPER!!

Zusammenfassend: KOPFJAEGER RULEZ AUCH IN MITTELDEUTSCHLAND!!!

Ergebnisse

 

Steffi

3h 27min 54sec

6./60

3./15

Andreas

3h 37min 54sec

145./445

24./88

25.04.2010 16:41 Alter: 2 Jahre

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