7. Schlosstriathlon Moritzburg
Drei der Kopfjaeger haben am 15.06.08 erfolgreich die Triathlonsaison eröffnet. Für Steffi, Andreas und mich war es das erste gemeinsame Kräftemessen in diesem Jahr. Alle hatten für die Kurzdistanz gemeldet. Ich selbst war ja schon eine Woche zuvor beim Cottbusser Triathlon als Ausdauerdreikämpfer am Start und beendete meinen ganz persönlichen Saisoneinstieg mit einem 8. Platz und war damit bester in meiner Altersklasse. Soweit ja ganz erfreulich, doch hatte ich nicht bedacht, dass "Der alte Mann" jenseits der 35er Marke schon etwas längere Regenerationsphasen einplanen muss. Aber dazu später mehr.
Zurück nach Moritzburg. Relativ knapp vom Zeitfenster her bezogen wir unsere zugewiesenen Plätze im Wechselgarten. Schnell wurde der nötige Kram platziert, die üblichen Rituale durchgezogen und wenigstens erst mal die Beine in den Neo gezwängt dann ging es auch schon zu Schwimmstart. Steffi und Andreas machten einen auf harte Truppe und entschieden sich mangels Kälteschutzanzug für die übliche Badebekleidung. Nur zur Erinnerung, wir hatten eine Lufttemperatur von etwa 15°C und das Wasser war mit knapp unter 20°C schon fast warm.
Pünktlich um 11 Uhr fiel der Startschuss und das Wasser im Schlossteich begann zu kochen. Einmal raus und durch die Brücke um das Schloss herum, dann noch einmal links weg und schon steckte man nach 1300 Metern mit den Händen im Schlamm bzw. setzten die Knie beim beugen auf. Egal, wir sind Härte gewohnt und ab der letzten Boje konnte man im knietiefen Wasser eh nur noch laufend schwimmen.
Andreas war als erster von uns in der Wechselzone. Steffi (spürte durch die kühlen Wassertemperaturen ihre Füße nicht mehr richtig) und ich folgten etwa zeitgleich etwas später. Die nötigen Handgriffe waren schnell erledigt. Der Wechsel verlief reibungslos. Wir beide hatten auch den Vorteil, unsere Vorderräder richtig herum eingebaut zu haben. Damit funktionierten die Radcomputer dann auch korrekt. Andis Laufrad fuhr die 40 Kilometer sozusagen rückwärts und die Geschwindigkeitsanzeige verweigerte beharrlich ihren Dienst. Trotz dieses Missstandes und einiger doch recht heftiger Schauer war er schnell unterwegs und wechselte zügig auf die Laufstrecke. Ich selbst hatte auf dem Rad Zeit gut gemacht und ging etwas verzögert durch die Wechselzone. Nach dem Radausflug hatte sich nämlich auch die Temperatur meiner Füße der Umgebung angepasst, was beim Laufschuhe anziehen doch ziemlich behinderte.
Die erste von zwei zu absolvierenden Runden lief gut, ich fand schnell meinen Rhythmus und war guter Dinge. Doch dann hatten meine Beine genug. Krämpfe zogen in die Oberschenkel und Waden. Jede Tempoverschärfung wurde mit starken Schmerzen bestraft. Und während sich im Ziel Andi und der Fanblock sich bereits Sorgen machten, lief (gefühlt: ging) ich tapfer meine 10 Kilometer nach Hause. Ständig hatte ich das Gefühl, gleich von Steffi überholt zu werden. Letztlich war ich dann doch noch eine Minute schneller als im Vorjahr. Mein Zeitziel hatte ich jedoch nicht erreicht. Dafür wurde ich bei jedem Wechsel und beim Zieleinlauf persönlich und mit Vereinsnennung erwähnt. Steffi und Andreas auch je einmal. Ganz gute Werbung also.
Steffi sah bei ihrem Zieleinlauf richtig glücklich aus und war, wie Andreas, mit ihrer Leistung zufrieden. Ich selbst hätte wohl in Cottbus nicht so auf dicke Hose machen sollen, dann ...
Aber egal, die nächste Chance wartet.
Fazit der Veranstaltung: Andi: 66 (AK 14); Steffi: 216 (AK 4) und 15. Frau gesamt; Mareno: 148 (AK 37)
Es war eine sehr gut organisierte Veranstaltung mit lückenloser Teilnahme unserer kompletten Sektion und alle haben den Wettkampf beendet. Danke.




ich dachte immer beim Triathlon wird man mit dem Alter besser
Dicken Respekt, nicht nur dafür in dem Wasser der Moritzburger Schlossteiche zu schwimmen...
Hey "old man". Schöne Zäsur von dem happening. Die Sache mit dem falsch eingebauten Laufrad passiert mir sicher nich wieder! ;-)
Ich denke, dass wir unseren Verein sehr würdig vertreten haben. Daran müssen und werden wir anknüpfen.