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22.5.2012 | 0:49

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Cyclo-Crossrennen in Radibor 2008

Okay die Straßensaison ist um, aber den Herbst/Winter sinnlos rumsitzen und fett werden? Nene so geht das nicht. Herbst ist Crosssaison!

Deshalb fanden sich Franco und ich sowie Betreuer Schnie (ja Steffi, das ist der kleine blonde Junge) in Radibor bei Bautzen zum Crossrennen ein. Das Wetter war crossrennen-untypisch richtig schön.

Für Franco war es das erste richtige Querfeldein-einsatz. Daher entschied er sich bereits vor dem Rennbeginn für den Start aus der letzten Reihe. So warteten wir zwei im "Start"-Zielbereich, doch waren irgendwie etwas allein, bis uns eine Frau darauf hinwies, dass 200m vor der Ziellinie gestartet wird. Wir fuhren der Startaufstellung entgegen und die letzten 5Sek. wurden bereits heruntergezählt. Ich fuhr schnell an der ersten Startreihe vorbei, sprang vom Rad, wendete es 180°, dabei durfte ich auch schon mit dem Startschuss loslaufen und auf das Rad springen. Franco, vor dem Start noch direkt hinter mir, stand während des Starts noch verkehrt herum und fuhr dem Feld etwa 10m hinterher. Welch ein geiler Start!

Das Feld wurde recht schnell wieder eingebremst. Nach 300m Asphalt verengte sich die Fahrbahn und es folgte sofort die 10m Sandkiste. Zwei Fahrer nutzen die Chance und suchten zum Sandburgenbau die Nähe des Sandes. Also erneut vom Rad und um die beiden herum gelaufen.

Ab auf dem Singletrail durch den Wald. Dieser war zum Teil wurzlig und von kleinen "Bodenwellen" gespickt. Bodenwellen heißt 1-2m Höhenunterschied, die z.T. fahrbar waren, aber auch mehrmals zum Laufen zwangen.

Bereits hier war das Feld ausreichend zerstreut um ordentlich fahren zu können. An einer Stelle konnte ich sogar Franco etwa 3-4 Plätze hinter mir erkennen, doch die Spitze war schon weit vor uns. An einer schnellen Stelle im Wald lagen zwei Baumstämme auf der Fahrbahn, die mich zwangen vom Rad zu steigen, 10m zu laufen und erneut aufs Rad zu springen. Die guten Fahrer sprangen samt Rad über die Stämme. Aber ich glaub es war gut so, dass ich es nicht probiert hab. Ein Dresdner Fahrer schaffte es bereits in der ersten Runde am zweiten Baumstamm sein Vorderrad zweizuteilen.

Nach einem weiteren Stück durch den Wald ging es zum Bahndamm. Das heißt erneut vom Rad und die etwa 4m Höhenunterschied in losen Untergrund erklettern. Auf dem Bahndamm wurde es knifflig. Die Bahnschwellen waren mit 40cm breiten Platten bedeckt. Ein Balanceakt auf den Platten zu bleiben, besonders wenn man grad erst losfährt und nur am Schnaufen ist. Von meinen 8 gefahren Runden schaffte ich es 3mal die Platten zu verfehlen und mich von den Bahnschwellen durchschütteln zu lassen.

Noch auf dem Bahndamm hieß es Arschbacken zusammenkneifen und die 4m mit geschätzter 80° Steilheit herunterzufahren. Danach ging es wieder auf dem Asphalt gen Ziel. Eigentlich konnte man auf der Asphaltstück so schön Luft holen, doch das wusste der Veranstalter zu unterbinden und stellte noch 2 Bänke in den Weg.

Das Rennen war mehr ein Kampf gegen sich selbst als. Die Leistung und Fahrtechnik des Einzelnen zerteilten das Feld deutlich und ich bekam ab Runde 2 nur noch zwei Fahrer zu Gesicht. Die mich beide versägten, auch auf meine fehlendes technisches Können zurückzuführen.

Ab Runde 5 hörte ich Anfeuerungsrufe von Franco, "hä der faule... wird doch nicht etwa das Handtuch geworfen haben?". Doch er hatte, zurückzuführen auf einem Besuch durch Mr.Hanky den Chrismas Poo (Ich hoffe alle wissen was gemeint ist).

In Runde 7 wurde ich vom Führenden überrundet und war ehrlich gesagt eher froh, dass mir so eine Runde erspart blieb. Also beendete ich das Rennen nach 8Runden auf Platz 25.

Das Resumee, Cross ist ein harter Sport und wir sind noch zu weich.

26.10.2008

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