Schriftgröße: 
DeutschEnglishRussian
Sie sind hier: News > 
22.5.2012 | 1:06

News

Die nächsten Termine

Wer ist Online

Es sind 5 Gäste und 0 Mitglieder online. Du bist ein anonymer Benutzer.

Freude und Trauer bei Cottbus-Görlitz-Cottbus

Nachdem es am Vortag komplett durchschneite, der Wetterbericht jedoch Besserung versprach, reisten 5 Kopfjaeger nach Cottbus um den Kampf gegen das Wetter, die Gegner und sich selbst aufzunehmen. Mareno startete bereits 8:45Uhr im Hobbyrennen über 75km und beendete es auf Platz 14.

Im Jedermannrennen über 135km standen Franco, Martin und ich bereits am Start, während Micha noch seinen defekten Umwerfer entfernen musste. Der Vorstart erfolgte und Micha konnte sich bei der Anfahrt in die Startaufstellung noch mit ins Feld einreihen.

Sicherlich witterungsbedingt war dieses deutlich kleiner als erwartet. Die Starterliste sagte über 150 Starter voraus. Auch vermisst wurden die Picardellics, die ja eigentlich laut Anmeldung zahlreiches Erscheinen angekündigt hatten, aber wohl noch mit der Kälteumstellung zu kämpfen haben.  Das Feld bestand aus vielen C-Fahrern, die mit größeren Teams am Start waren und Jedermännern, die aber in der Minderheit waren.

Die Strecke wurde dieses Jahr gegen den Uhrzeigersinn gefahren und so musste das etwa 1km lange Kopfsteinpflasterstück bereits auf dem Hinweg bewältigt werden. Die erstmals eingesetzten Transponder, welche an den Gabelenden befestigt wurden, fielen den Erschütterungen durch das Pflaster zum Opfer. Ähnlich erging es einem Teilnehmer mit seinen Mavic R-SYS Laufrädern, die mehrere Brüche der Kohlefaserspeichen nicht überlebten.

Ebenfalls hier verabschiedete sich die Funktionalität meines Schaltwerks. Doch mit einer 39-11 kommt man sehr gut im Feld mit. Nach dem Kopfsteinpflaster war das Rennen von Attacken bestimmt, besonders die großen Teams probierten einzelne Fahrer in Gruppen unterzubringen. An einem kleinen Anstieg schied Micha wegen technischem Defekt aus.

Während Martin im hinteren Teil des Feldes seine Kräfte schonte, fuhren Franco und ich aufmerksam in der Spitze mit um vielleicht in der entscheidenden Gruppe dabei zu sein.

Ab Krauschwitz wurde es dann ruhiger und wir rollten in Richtung Wendestelle. Auf dem Weg verschlechterte sich das Wetter, es begann zu schneien und besonders meine Extremitäten kühlten aus.

Kurz vor der Wende musste Franco leider das Rennen auf Grund eines Platten beenden. Unglücklicherweise gab es im Materialfahrzeug nur noch alte 9fach Laufräder. Er legte dann die letzte Rennhälfte frustriert im Auto zurück. Nach der Wende gelang es einer Vierergruppe die entscheidende Attacke zu setzten. Das Feld lies sie nach ein paar Aufholversuchen ziehen und rollte recht unspektakulär nach Cottbus. Nach dem ich ein paar Mal an der Führung beteiligte, kam das Gefühl in Armen, Beinen und Händen langsam wieder zurück. Doch die Eisklötzer auf den Pedalen blieben bis ins Ziel.

Etwa 15km vor dem Ziel probierte ich mit 4 Mitstreitern einen weiteren Ausreißversuch. Dieser wurde jedoch recht schnell wieder gestoppt, doch das Feld rollte danach sehr gemächlich weiter. Ein Berliner Fahrer fuhr etwa 10m vor dem Feld, ich 5m hinter ihm und das Feld kam nicht wirklich näher, da entschloss ich mich weiter vorn zu fahren und hoffte darauf, später von einer Gruppe eingeholt zu werden.

So fuhr ich mit dem Berliner im Schlepptau in Zeitfahrmanier vor dem Feld und konnte den Vorsprung vergrößern. Auf meinen Wunsch zu wechseln meinte mein Mitfahrer, dass er platt sei und ich führte weiter. Er konnte dann doch ab und zu mitführen. Wir passierten das 10km Schild und der Vorsprung wuchs. Das Feld war etwa 500m hinter uns doch kam nicht wirklich näher. Wir passierten die ersten Vororte Cottbus' und ich machte meinem Mitfahrer Mut, der sehr zu kämpfen hatte - entsprechend lang war seine Zeit im Wind.

3km vor dem Ziel und das Feld hatte wir hatte immer noch einen guten Vorsprung. Etwa 500m vor dem Ziel ging es noch mal über eine Autobahnbrücke und mein Mitfahrer konnte mir nicht mehr folgen.

Geschafft - als 5. erreichte ich das Ziel. Dem Berliner gelang es, sich den 6. Platz zu sichern, doch das Feld war keine 100m hinter ihm. Martin kam mit dem Hauptfeld ins Ziel. Nach der Siegerehrung erfuhr ich, dass 3 der 4 Ausreißer Senioren mit A-Lizenz sind und nur ein C-Fahrer vor mir war. Weil die Ermittlung der Platzierungen durch die Transponder versagte und viele Fahrer ihre Startnummer mit einer Regenjacke bedeckten, dauerte es eine Weile bis die Ergebnisse endlich offiziell raus waren und ich konnte meine erstes Preisgeld einstreichen.

25.03.2008
Von: Gregor Menzel

Kommentare

2 Kommentare
Neumi schrieb am 26.03.2008 20:53 email

Herzliche Glückwünsche auch von mir zu Deinem klasse 5. Platz. Ja, wir waren noch so 20-25 Grad gewöhnt..... Big Grins

 

Und wenn ich so höre und lese wie die Senioren das Feld auseinander fuhren und das nun meine AK ist........... Naja, wir werden sehen.

 

Grüße vom Neumi

Janko schrieb am 26.03.2008 09:25 email homepage

Glückwunsch zum 5. Platz. Wirklich äußerst gelungen der Rennbericht, man fühlt sich nahezu ins Rennen zurück versetzt, wenn man das so liest. zwinker

 

Gruß Janko | PSV Rostock

Einen Kommentar schreiben

smile zwinker Big Grins Confused Cool Cry Eek Evil Frown Mad Mr. Green Neutral Razz Redface Rolleyes Sad Surprised

Wenn du das Wort nicht lesen kannst, hier klicken.
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz