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22.5.2012 | 1:26

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Mecklenburger Fahrradtörn 2009

Am letzten Wochenende reisten Jan, Martin, Micha, unser Gastfahrer und hoffentlich bald Kopfjaeger Christian und ich nach Parchim zu dem 4 Etappenrennen an. Die Meldeliste versprach ein anstrengendes Wochenende, es war die Creme de la Creme der Ostdeutschen Jedermannteams angetreten.

Los ging es Freitagabend mit einem Rundstreckenrennen über 75km. Nach den Start ging es erstmal 5km zur Runde. Bereits kurz nach der Freigabe der Neutralisation griff Christian an, doch konnte sich mit seinen zwei Mitstreitern nicht weit absetzten. Etwa nach der Hälfte der ersten Runde wurde es mir etwas langweilig und ich probierte mich allein im Wind. Doch der einzige Sprunghügel auf der Strecke brachte das Feld wieder an mich heran. Im Laufe der zweiten Runde kam mir die Idee, "ich greife nach dem Sprunghügel an und hol mir die Sprintwertung". Doch kurz vor dem Hügelchen griff bereits Micha an hatte mit zwei weiteren Fahrern einen geringen Vorsprung herausgefahren. Der Vorstoß wurde direkt aus dem Feld gekontert und ich sprang mit. Es bildete sich eine Spitzengruppe mit 11 Fahrern in der jedes wichtige Team mit mind. einem Fahrer vertreten war.

Nach einer weiteren Runde erblickte ich Micha am Straßenrand mit seinem Rad ohne Vorderrad in der Hand. Es gab in der zweiten Runde einen Sturz kurz hinter der Spitze. Dadurch konnte meine Gruppe so gut wegkommen, doch Micha brach dabei eine Speiche und er erlitt einen Platten und Christian stürzte leicht. Nach zwei Runden bekam Micha dann ein Vorderrad aus dem Materialwagen und hängte sich bis zum Rennende an die Spitzengruppe.

Hier führte wir mit recht gleichmäßiger Beteiligung an der Führungsarbeit. In der vorletzten Runde griffen beide DKV-Fahrer am Hügelchen an und konnten ihren etwa 30m Vorsprung gut eine halbe Runde halten, wurden dann aber wieder gestellt. Bis ins Ziel geschah dann nicht mehr viel, erst 500m vor dem Ziel griff ein Westpoint-Fahrer an. Alle anderen schauten auf DKV, doch die hatten ihre Körner verschossen. So konnte sich der Angreifer durchsetzten und ich passte den 9.Platz ab.

Leider erfuhr ich nach dem Rennen, das neben Christian und Micha auch Martin Pech im Rennen hatte und bereits in der Neutralisation einen Platten hatte. So zerplatzte unser Traum von einer guten Platzierung in der Mannschaftswertung.

Am Samstag wartet vormittags ein Straßenrennen über 68km auf uns. Das Feld war etwas ruhiger als am Vortag, die Stürze blieben allen im Kopf. Christian und Micha machten es sich zur Aufgabe mir bei der Verteidigung meiner Top10 Platzierung zu helfen. So durfte ich mir mehrmals etwas anhören weil ich meine Nase aus versehen in den Wind steckte. Beide fuhren sehr aufmerksam und zeigten das KJ-Trikot in jeder aussichtsreiche Ausreißergruppe. Doch keine Gruppe konnte sich bedeutend absetzten. Mein einziger Ausreißversuch wurde vom Gelben Trikot höchstpersönlich vereitelt. So endete die Etappe im Sprint. Alle Kopfjaeger erreichten das Ziel im Hauptfeld.

Am Nachmittag folgte noch ein kurzes Zeitfahren über 11km. Hier zeigte besonders Christian sein Können und fuhr auf einen sehr guten 11.Platz. Micha war sogar selbst von seiner gute Zeit freudig überrascht und landete mit Platz 29 zwei Plätze vor mir. Martin kann mit Platz 52 sehr zufrieden sein. Jan musste sich mit seinem vorzeitig angefressenem Winterspeck sogar drei Frauen geschlagen geben.

Sonntag stand das Straßenrennen über 98km auf dem Programm. Direkt am Start machte sich ein einsamer Fahrer auf die Reise. Das Rennen verlief nun sehr ruhig und Christian machte vorn Tempo um den Vorsprung des Einzelnen nicht zu groß werden zu lassen. Nach etwa 50km wurde mir etwas langweilig und ich probierte einen Vorstoß. Zunächst meinten die Ferox-Fahrer an der Spitze "Lasst ihn fahren" Doch bereits 2km später zogen sie an und stellten mich recht schnell. Nun hielten sie aber das Tempo hoch und bei km 60 wurde der Führende gestellt. Nach etwa 10km wurde es hektisch im Feld und es folgte ein Feuerwerk von Attacken. Die KJ-Trikots wurden dabei sehr gut von Christian, Micha und mir präsentiert, doch auch hier gelang keiner Gruppe ein erfolgreicher Vorstoß. Ferox machte nun die Tempoarbeit um die Attacken einzuschränken. Ich hängte mich in Christians Windschatten und ließ mich durchs Feld geleiten. Als der Feroxzug etwa 10km vor dem Ziel einzuschlafen drohte, setzte sich Christian an die Spitze und machte über 2km allein das Tempo, ich fuhr gut behütet in seinem Windschatten. Auf den letzten Km versuchten sich noch einige tollkühne Recken, darunter auch Micha, bei Tempo 50 sich aus dem Feld zu lösen. Doch es lief erneut auf den Sprint hinaus.

Alle 5 Kopfjaeger erreichten heil das Ziel. Ich konnte meinen 10.Platz verteidigen und sicherte mir die Gesamtwertung der Fahrer unter 30.

Vielen Dank Jungs, es hat wiedermal sehr viel Spaß gemacht an eurer Seite zu fahren!

09.08.2009

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