Napoleoncup Jena 2009
Am Freitagabend machte ich mich mit Micha und Stefan Lauer vom Sebnitzer RV auf zum Napoleoncup in Jena, um dort als "Team Kopfjaeger" an den Start zu gehen. In den Startlisten waren auch die Teams von "DKV-Neff", und "Westpoint" zu finden. Sie gehören dieses Jahr zu den besten Jedermannteams in Deutschland. Mit den Picardellics waren auch bekannte Gesichter am Start sie stellten mit zwei Fahrern von Lexxi eine Mannschaft. Gegen 19Uhr nahmen wir unsere Startunterlagen, speisten noch schnell in der Dorfkneipe und machten es uns dann in der Unterkunft gemütlich.
Samstag war dann früh 7Uhr die Nacht zu Ende. Nach dem Frühstück fuhren wir gemeinsam mit dem Rad zum Start.Pünktlich 9Uhr war der Startschuss für das erste Rennen. Es musste eine 3,3km lange Runde 18mal absolviert werden. Insgesamt 59km. Die Runde hatte es mit einem steilen Anstieg bei Start-Ziel, und ca. 300m Kopfsteinpflaster von der übelsten Sorte in sich. Gleich in den ersten Runden viel mir auf das viele Teams mit Funk ausgestattet waren. Nach der Hälfte des Rennens konnten sich zwei Fahrer absetzten. Einer von ihnen war Nils Bräutigam von DKV. Ab diesen Moment kontrollierte sein zahlenmäßig überlegenes Team das Rennen, und die beiden schafften es bis ins Ziel. Stefan konnte sich im Zielsprint den siebten Platz sichern, Micha und ich belegten die Plätze 12 und 13.
Am Nachmittag stand auf derselben Runde ein 6,6km langes Zeitfahren auf dem Programm. Es sollte für mich und Stefan der erste Start bei dieser Disziplin sein. Wir staunten nicht schlecht was die Konkurrenz jetzt an Zeitfahrmaterial heraus gekramt hatte. Allerdings waren wir auch hier nicht die schlechtesten. Stefan und Micha waren auf Platz 13 und 14. Ich kam als 17er von 59 Startern in Ziel. Da ich ja nicht die besten körperlichen Voraussetzungen für ein Zeitfahren mitbringe konnte ich damit sehr zufrieden sein. Nach dieser Etappe lagen wir in der Mannschaftswertung hinter DKV und Westpoint auf den dritten Rang.
Sonntag früh mussten alle Teams zum Manschaftszeitfahren über 7km ran. Wir machten uns wieder mit den Rädern auf. Allerdings unterschätzten wir ein wenig die Entfernung von der Unterkunft bis zum Start. Aus 10km wurden fast 20km. Dadurch hatten wir auch keine Zeit mehr die Strecke abzufahren. Wenigstens waren wir richtig warm gefahren. 9.14Uhr war unser Start. Da passierte das erste Missgeschick. Stefan kam nicht in die Pedale und wir mussten erst mal warten. An einer Kreuzung Büsten wir das nächste Mal Zeit ein. An einer Kreuzung hatten wir leichte Orientierungsprobleme. Zwei Kilometer vor dem Ziel dann noch ein dicker Fauxpas. Nach einer steilen Abfahrt mit ca. 70km/h befand sich eine richtig enge Kurve von der niemand etwas gewusst hat. In dieser konnten wir alle die Strohballen von nahen bewundern. Umso überraschender war die Ansage im Ziel. Wir hatten bis dahin die zweitschnellste Zeit gefahren. Und es kamen ja nur noch zwei Mannschaften. Am Ende wurden wir mit fünf Sekunden Abstand dritte hinter den Teams von DKV und Picardellics/Lexxi. Selbst Team Westpoint konnten wir hinter uns lassen. Und die hatten Zeitfahrmaterial wie die Teams bei der Tour de France. Damit hatte niemand von uns gerechnet!
12Uhr gab es dann mit einem 100km Radrennen das große Finale beim Napoleoncup. Unter das große Starterfeld hatte sich auch Lars Wackernagel gemischt. Ein Profi der sich beim Team Nutrixxon Sparkasse sein Brot verdient. Unser Ziel war es ein gutes Gesamtresultat zu erreichen um den Teamplatz nicht zu gefährden, und Micha vielleicht in eine Ausreißergruppe zu stecken. Im Laufe des Rennens konnten sich auch vier Fahrer absetzten. Micha war nicht dabei, was sich als richtig heraus stellte. Da kein DKV-Fahrer unter den Ausreißern machte das Team Druck und pulverisierte den zwei Minuten Abstand innerhalb einer Runde. Auf die Schlussrunde bog ein großes Feld ein. Ich konnte mich nicht mehr richtig nach vorn kämpfen. Aber Micha und Stefan waren gut dabei. Auf der engen leicht ansteigenden Zielgeraden konnte Micha zu einem sensationellen zweiten Platz sprinten! Auch fand noch ein Korn kämpfte mich den Ellenbogen vom Feldende auf den 16.Platz. Eine Position vor mir war Stefan zu finden.
Damit war der dritte Platz in der Teamwertung sicher. Und Micha konnte noch ein i-Tüpfelchen auf das Radsportwochenende setzten!
In der Einzelgesamtwertung belegte Micha Platz 8, Stefan Platz 9, und ich Platz 11 von 45 gewerteten Fahrern.
Wir hatten alle drei viel Spaß bei den super organisierten Event, und mit Stefan einen starken Gastfahrer in unseren Reihen! Da freut man sich am Saisonende schon auf das nächste Jahr!
Franco, der durch Arbeit nur an dem kleinen Napoleoncup teilnehmen konnte erreichte dort einen klasse 2. Gesamtrang!


Hey, super Leistung von euch allen ! Weiter so...