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22.5.2012 | 1:28

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Pannen, Pech und Pannen beim Malevil MTB Marathon

Die Anmeldung für dieses Event ist schon ein paar Wochen her, aber der Drang nach fahren durchs Gelände hält sich bei mir eher in Grenzen. So nutze ich das letzte Wochenende um bei unserer alljährliche „Kottmartour“ (Bilder findet ihr unter Fotos -> Touren) mich wieder etwas an das Geländegerät zu gewöhnen. Das unruhige und holprige fahren durch Wälder und Wiesen ist nicht so meins, vor allem meinem durch mehrjährig beruflich geschonten Bürorücken gefällt das nicht.

Trotz alle dem stand ich kurz vor 10 Uhr in der 2. Reihe der knapp 700 Starter beim tschechischen Malevil MTB Marathon . Die ersten Minuten rollten wir uns auf Asphalt warm, dann fuhren wir mit Schwung ins Gelände. Innerhalb der ersten Stunde lief es für mich ganz rund, ich hatte eine Gruppe gefunden die meinen Fähigkeiten entsprach und ich hielt mich unter den ersten 40 Fahrern auf. Auf einer Abfahrt begann dann der Anfang vom Ende. Es riss mir das Hinterrad wegen einem Stein aus der Spur, es knallte und der Reifen war platt. Voller Frust wechselte ich den Reifen und zitterte den Inhalt meiner Airgun am Ventil vorbei. Ich brauchte Luft! Die Fahrer die jetzt folgten hatten natürlich keinen Drang mir zu helfen, da diese noch recht flott unterwegs waren. Ich marschierte erstmal los und rief in vorbei fahrende Gruppen „Luftpumpe“ rein. Ist ja auch nicht so das mich bei einer Veranstaltung im Nachbarland alle verstehen und sich mein tschechisch auf „Hallo“, „bitte“ und „Danke“ beschränken. Irgendwann fand sich dann auch ein Hilfsbereiter der mir sein Pümpchen da lies. Mit meinem Mund hätte ich mehr Luft rein bekommen. Ich schnorrte mir als noch eine Pumpe und ackerte anschließend hart um bisschen Druck auf den Reifen zu bekommen. Mit neuem Schlauch und viel Wut machte ich mich daran Plätze gut zu machen. Ich erfreute mich an schön geformten Frauenhintern in diesem Teil des Starterfeldes bis sich ca. 25 Minuten später das gleiche Spiel wiederholte. Nur musste ich mir diesmal noch einen Schlauch dazu schnorren und natürlich wieder eine Pumpe. Den ersten Schlauch bekam ich vom ersten Pumpengeber, den ich wieder eingeholt hatte, er verzichtet darauf mir seine Pumpe nochmal anzubieten. Sein Ersatzschlauch war überfüllt mit Flickstellen und so wunderte es mich nicht, dass dieser ein Loch hatte. Also musste ich mir noch einen Schlauch organisieren.  So vertrödelte ich ca. 1:15 Stunde. Die restlichen 1,5 Stunden fuhr ich dann pannenfrei weiter, legte mich auf einer Abfahrt noch übern Lenker und erreichte als 481 das Ziel. Zumindest habe ich noch nie soviele Radfahrer überholt.

Tolle Veranstaltung, sollte mal alles passen. Ich hoffe bei den morgigen Neuseenclassics läuft alles rund, schließlich habe ich ja schon genug Platten dieses Wochenende gehabt.

11.05.2008
Von: Michael Rinke

Kommentare

4 Kommentare
Andreas schrieb am 15.05.2008 19:08 email

Das liest sich wie ein Trauerspiel. Wenn ich mich nicht in dich hineinversetzen könnte, würde ich mich kringeln am Boden... zwinker

 

Aber großen Respekt, dass du das Rennen beendet hast!!!

Der Alte Mann schrieb am 15.05.2008 09:01 email homepage

Du gehörst eben auf die Strasse. zwinker

 

Aber trotzdem Respekt für's durchfahren!

Tino schrieb am 13.05.2008 08:22 email homepage

Ui! Sorry Micha! Da war ich ja dann einer der Leute, die an dir vorbeigefahren sind... :(

Ich hatte aber auch nur einen Schlauch und eine Kartuschenpumpe dabei. Da hätte ich dir auch nicht aushelfen können...

Markus Mörbe schrieb am 11.05.2008 19:48 email homepage

Arme Sau!!! Aber klasse, dass du nicht aufgegeben hast! Cool

Ich muss ehrlich gestehen, ich habe übelst abgefeiert... der Artikel ist ne Wucht und gehört zu den "Best of" Mr. Green

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