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22.5.2012 | 1:31

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Querfeldeinrennen in Granschütz "Rund um den Auensee" 2008

Franco Loreck, Michael Rinke und Gregor Menzel beim Querfeldeinrennen in Granschütz

Sport ist Leben - das zeigte mir der Renntag wieder sehr deutlich. Irgendwie fehlte mir an dem Tag noch etwas die Motivation, ich fühlte mich nicht so toll (Kopfschmerzen) und dachte schon über ein "Mitrollen" am Ende des Feldes nach. Das späte Zubettgehen nach der Vereinsfeier und der Kletterpark hatte doch etwas geschlaucht (Ich musste sogar feststellen, das rudimentäre Bauchmuskeln doch noch vorhanden sind, zumindest meldete sich der Muskelkater in der Gegend).

Die Laune sank weiter. Der Rennstart musste eine Stunde verschoben werden, weil sich leider ein schwerer Unfall im Juniorenrennen ereignete.

So fand ich mich kurz vor 14 Uhr am Start ein, wo Micha und Franco schon auf mich warteten und um meinen pünktlichen Start fürchteten, nach dem kleinen Missgeschick in Radibor.

Für Micha war es das erste Crossrennen und er ging mit der Hoffnung an den Start, nicht letzter zu werden, doch hatte sich eigentlich mit dem Gedanken bereits abgefunden. Franco ging ohne große Erwartungen und ohne viel Schlaf (2,5h nach Nachtschicht) an den Start.

Das Rennen begann und es war, als ob ein Schalter umgelegt wurde. Es hieß "hacken was das Zeug hält" und mein Körper zeigte keine Anzeichen der vorher gedachten Schwäche. Zu fahren waren 7 Runden plus Einführungsrunde auf einem recht schnellen Kurs um den Auensee. Nach dem Start bogen wir direkt in den einzigen Anstieg ein. Er war nicht wirklich lang, doch es war zu erwarten, dass er von Runde zu Runde länger und steiler wird.

Nach einem kurzen Singletrail durch den Wald ging es auf einen leicht abfälligen Weg - hier konnte man durch den Rückenwind begünstig etwas Luft schnappen. Nun folgte die Bergabpassage runter zum See, hier befanden sich zwei kurze steile Rampen, die dem Juniorenfahrer zum Verhängnis wurden. Wenn man zu schnell über die Stufen schoss, konnte man recht schnell über den Lenker absteigen. Der Veranstalter hatte nun extra eine Kehre erreichtet um hier das Tempo zu drosseln. Als nächstes folgte ein kurzes Stück entlang des Sees, neben der Treppe das Rad tragend hinauf und auf dem Asphalt durch's Ziel. Nach der Einführungsrunde folgte eine weitere kleine Runde, die fast keine Chance zum Überholen bot. Nach einer weiteren Treppe, über ein erneutes Asphaltstück, über zwei Hindernisse gen Anstieg.

Micha machte sich vor dem Start noch Gedanken, wie er das Aufsteigen gestalten wird. Aufspringen hatte er bis dahin noch nicht probiert. Er nutzte die Zeit der Startverschiebung um dies etwas zu üben und hatte es bis zum Rennen bereits in Fleisch und Blut übernommen.

Das Feld zerstreute sich crossrenntypisch sehr schnell und so waren nach 2 Runden nur noch wenige Konkurrenten in Sichtweite. Vor mir bildete sich eine 4 Mann-Gruppe und ich arbeitet mich von Runde zu Runde weiter heran. Als ich aufgeschlossen hatte waren sie nur noch zu dritt, einem Fahrer gelang es sich abzusetzten. Ich nutzte den Start/Zielbereich um mich von der Gruppe zu lösen, wurde aber sofort von einem Fahrer gekontert - die anderen beiden konnten nicht mehr folgen.

So erreichte ich nach etwa 50min als 21. das Ziel und wurde bereits von meinen Teamkameraden erwartet. Nicht, dass sie vor mir finishten, nein sie wurden überrundet und sparten sich so eine Runde. Franco wurde 30. und Micha beendete das Rennen als 41. der 46 Starter. Und das, obwohl Micha bereits nach der Hälfte der Zeit aufgeben wollte. Doch er biss sich durch und war deutlich besser als sein geplanter vorletzter Platz.

Mir ging es nach dem Rennen besser als vorher, das nenn ich "Sport ist Leben"!

16.11.2008

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