Rund um Loiching
Sächsische Radsportfreunde unterwegs in Bayern
Eigentlich sollte die Saison 2011 am 3. Oktober mit einem letzten Wettkampf beendet sein. Eigentlich! Ein paar lokalen Fahrern inkl. mir reichte das aber irgendwie noch nicht so ganz. Zu allem Überfluss stand im Rennkalender noch ein letztes Jedermannrennen mitten im Oktober - "Rund um Loiching". 5 Fahrer (Michael vom RC Dresden, Jens, Patrick und Kai-Uwe von den Desperate Bikers sowie ich) fassten also den Entschluss, gemeinsam in den ca. 400 Kilometer entfernten bayrischen Ort zu fahren, um dieses Traditionsrennen erstmalig zu bestreiten.
Mit dem Wetter sollten wir riesiges Glück haben. Zur Startzeit (14 Uhr) konnte die Sonne die Temperaturen nochmal auf 16 °C heben und so für angenehme Bedingungen sorgen. Bei der Strecke handelt es sich um eine 6,8 km Runde, die nach Start/Ziel einen für uns überraschend steilen und langen Anstieg bereit hält. Das Hauptrennen sollte dabei 7 mal diese Runde absolvieren.
Die bayrische Konkurrenz unterschied sich dabei kaum von den Jedermannrennen im Osten Deutschlands. Es standen offensichtlich ca. drei gut organisierte Teams am Start, die sich Chancen ausmalten. Auf diese galt es also zu achten, wenn man vorne dabei sein wollte.
Gleich in der ersten Runde wurde das Tempo im Anstieg stark forciert und so zog sich das Feld erstmals deutlich in die Länge. Wie zu erwarten, entwickelte sich das Rennen zu einem Ausscheidungsfahren, bei dem mit jeder Runde einige Fahrer von der Spitzengruppe abfielen. Mit ca. 10 Mann machten wir vorne Tempo, um das Feld immer weiter zu dezimieren. Dabei half eine Gerade, auf der ordentlich Windkante war und so viele in den roten Bereich fahren lies. Nach 6 Runden blieben vorne inklusive mir noch 5 Fahrer über. Die 4 Gegner verteilten sich dabei auf 2 Teams. Mir war klar, dass ich so in einem Zielsprint keine Chance haben dürfte. Also packte ich nochmal alle Körner aus und griff kurz nach Start/Ziel im Anstieg an.
Ich konnte gleich eine Lücke reissen, welche beständig anwuchs. Entweder konnten die Gegner nicht mehr oder sie waren sich sicher, mich noch einmal zu bekommen. Die letzten 6 Kilometer Soloflucht stellten somit ein Einzelzeitfahren dar, was vor allem auf der Windkante richtig schmerzen sollte. Zur Belohnung blieb der Vorsprung auf die Verfolger konstant und auch in der letzten Abfahrt sollte nichts mehr anbrennen. Mit einem Vorsprung von 20 Sekunden ging ich somit als erster über die Ziellinie und konnte damit zum Saisonabschluss noch einmal einen Sieg feiern.
Auch die Begleiter konnten sich achtbar schlagen. Michael vom RC Dresden verpasste nur knapp einen Podestrang in seiner Altersklasse und musste sich mit Platz 4 begnügen. Patrick von den Desperates konnte sich in einem Schlusssprint Platz 8 sichern. Für Jens war es nicht das richtige Terrain und so kam er auf einem 16. Platz ins Ziel.
Jetzt geht es erst einmal in die Regeneration, um dann eine gute Grundlage für 2012 zu schaffen. Motivation ist spätestens nach diesem Rennen reichlich vorhanden.


Hey Frank, ich gratuliere dir, hast fein gemacht!:-)
Ich bin schon gespannt was die neue Saison bringen wird!
Glückwunsch zum "i-Tüpfelchen" deiner grandiosen Saison!!!!!!!!
Super, geschickt und schnell gefahren isser, der Frank! Schön und interessant hatter geschrieben! Da muss ich mir jetzt aber was einfallen lassen für meinen Bericht
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So langsam bekomme auch ich wieder Lust mit euch zu radeln
Bis nächstes Jahr in alter Frische