Teamsieg - Neuseen Classics 2008
Team gut, alles gut!
Stressfrei, nahezu zeitgleich mit der aufgehenden Sonne fuhren die Keulen Micha, Franco, Nino und ich am Pfingsmontag nach Zwenkau zum Jedermannrennen der Neuseen Classics, welches wir die letzten zwei Jahre nie mit komplett angereistem Team durchgefahren waren. Ich nehme es vorweg: auch dieses Mal gab es Umstände, die das Fahren der kompletten 130 km nicht gerade positiv beeinflussten.
Ein gewohnt riesiges Fahrerfeld hatte sich am Start unter blauem Himmel und herrlichstem Feiertagswetter versammelt und in die unterschiedlichen Startblöcke eingeteilt. Wir standen in der Gruppe, die einen 40er Schnitt fahren wollte, schafften es allerdings nicht in die erste oder zweite Reihe, sondern reihten uns gerade noch in Sichtweite zu den Picardellics ein Stück weiter hinten ein.
Der Kurs sollte, verändert zu den Vorjahren Berge enthalten, was mich mehr mit Vorfreude erfüllte als z. B. Micha, obwohl selbst Dresdner Radkollegen die "Ullrische" Figurreduzierung feststellten.
Die zahlreichen Zuschauer zählten von zehn rückwärts und los gings! Zwei, drei Kurven später fanden wir uns in gewohnter Weise auf der gesperrten Autobahn wieder. Trotz ausreichender Asphaltbreite wurden Wellen gefahren, gebremst und geflucht, obwohl dies doch auf der Autobahn eher Herzinfarktkandidaten in Dienstwagen auszeichnet. Eine Massenbremsung später fiel ich über einen gestürzten Fahrer und dabei verteilte sich mein Trikotinhalt auf der Bahn. Das Wichtigste eingesammelt und der davonfahrenden Menge hinterher. Da das Tempo nicht konstant hoch war, fuhr ich problemlos wieder in den Windschatten des immer noch großen Fahrerfeldes. Die Strecke schlängelte sich auf meist schmalen Straßen und Radwegen durch die braunkohlereduzierte Landschaft. Irgendwie kam das Rennen nicht in Fluss und immer wieder gabs Kollisionen, Flüche und Stürze. Nino wurde gegen eine Fahrbahnbegrenzung gedrängelt und stürzte heftig. Ein dick geprellter Oberschenkel und übel zerkratzte Bremsschalthebel waren die Folge. Trotzdem konnte er durchfahren, wenn auch ohne noch Druck aus dem ledierten Schenkel rausholen zu können. An dieser Stelle Kopf hoch Nino - der schwillt wieder ab!
Wir rollten weiter durchs Leipziger Land und kamen auch gut über die eingebauten Berge. Einer der Höhenunterschiede rettete mich wieder ans Feld ran, nachdem ich durch eine Kurve den Anschluss verpasst hatte, doch am Berg wurde nicht voll gefahren und so kurbelte ich mich wieder ins Feld. Unterwegs auf den letzten 25 km breiter B-Straße hieß es in der Gruppe bleiben und auf die Teamwertung hoffen. Obwohl Michi noch eine kleine Crosseinlage versuchte um Positionen gut zu machen, kamen wir geschlossen nach gut drei Stunden wieder an, wo wir gestartet waren. Im abschließenden Massensprint rissen wir kein Pedal mehr aus der Kurbel, da es immer noch recht eng zuging und so fuhren Franco, Micha und ich in den Dreißigern durchs Ziel. Nino folgte uns ca. 20 Minuten später - geprellt und frustriert.
Abschließend wurde der Feiertag, dank der gewerteten Nettofahrzeit durch den ersten Platz der Teamwertung - mittlerweile online auf den zweiten Platz korrigiert - getopt, so dass wir einmal mehr mit der Gewissheit im richtigen Team zu fahren wieder mit dem Auto auf die Autobahn fuhren.
- Links:
- Bilder: www.yes-photo.net/rsp/2008/nsc08/siegerehrungen/index.html



Congratulations!
Saubere Leistung. Und habt die Picardellics geschlossen hinter euch gelassen
Man sieht sich in Obergurig?
Großes Kino Jungs. Weiter so.
Glückwunsch Jungs! Besonders für dich, Schnie. Ich hab doch gleich gesagt, dass das unser Trainingslager war.