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7.2.2012 | 18:20

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Tolle Platzierungen beim Transalp 2010

Es war eine tolle Woche mit einem super Team Lightweight - geilen Laufrädern - keinem Defekt und bombastischem Wetter. Bestimmt waren es auch meine schmerzhafteste Teilnahme wegen der von Gregor abverlangten Leistung.

Hier könnt ihr meine Erlebnisse während der Tour-Transalp 2010 lesen.

1.         Etappe / Mittenwald – Sölden

Bei Kilometer 43 begann die diesjährige Transalp richtig. Das Kühtai wartet auf uns. Bereits auf den ersten Kilometern habe ich gemerkt, dass Gregor seine Hausaufgaben gemacht hat. Wir haben uns erst auf der Kuppe wieder vereint. Anschließend sind wir gemeinsam nach Oetz bergab gejagt. In Oetz hatte ich erstmal mit Krämpfen zu kämpfen, konnte sie aber wegkurbeln. Nach wenigen Kilometern allein, kam von hinten eine kleine Gruppe mit Jörg Ludewig. In Sölden waren wir die schnellsten aus unserer Gruppe. Transalp startete anstrengend, aber erfolgreich mit einem 8. Platz in der Herrenwertung. Darauf lässt sich aufbauen.

2.         Etappe / Sölden – Brixen

Wir starteten gleich mit dem Timmelsjoch – das ging noch gut zu fahren. Auf der Abfahrt holte uns dann Jörg Ludewig ein und dann gings brutal schnell zum Fuss des Jaufenpass. Dieser zog sich zäh und lang. Nach einer Abfahrt mussten wir noch 30 Kilometer flach mit leichten Wellen zum Schluss unter die Räder bringen. Unsere Gruppe mit 6 Leuten lief super. In Brixen sind wir als 8. angekommen.

3.         Etappe / Brixen – St.Vigil

Die kürzeste Etappe mit 85 Kilometern begann gleich mit dem Würzjoch. Erst nach 32 Kilometern erreicht man den Gipfel. Nach einer rasanten und gefährlichen Abfahrt konnten wir auf dem welligen Zwischenstück immer wieder einzelne Teams auflesen. Am 11 Kilometer langen Schlussanstieg mit teils 18 igen % Steilstücken konnten wir uns aus unserer Gruppe nach vorn absetzen. Wir haben uns nochmal richtig geschunden, als Belohnung gabs den 7. Platz in der Tageswertung und in der Gesamtwertungen schoben wir uns auf den 6. Rang (von allen 550 gestarteten Teams sind wir 9.). Wir hoffen es geht so weiter.

4.         Etappe / St.Vigil – Alleghe

Heute durften wir 5 Pässe erklimmen. Bis nach dem zweiten Pass waren wir noch in der Gruppe um Platz 4. Auf der Abfahrt von diesem zog es mir in einer Spitzkehre das Vorderrad weg. Ich konnte zum Glück gleich wieder aufstehen. Als Andenken verbleiben eine Schürfwunde an der Hüfte und am Arm sowie Schulter. Am vierten Pass konnten wir zum Team Baier-Landshut aufschließen und sie am letzten Pass distanzieren und somit unseren 6. Platz in der Gesamtwertung ausbauen. In  der Tageswertung erreichten wir wieder den 7. Rang.

5.         Etappe / Alleghe – Kaltern

Von unserem Hotel aus durften wir uns bis zum Start 15 Kilometer warmfahren. Die ersten 10 Kilometer waren heute neutralisiert. Dann gings in den Passo San Pellegrino, an diesem Pass vergeht einem der Spass am Radfahren, es gibt steile Rampen wo man fast steht. Ansonsten passierte nichts spektakuläres. Die Zielanfahrt wurde durch einen kleinen Schlussanstieg von etwa 4 Kilometer versüßt. In Kaltern angekommen freuten wir uns über unsere Tagesplatzierung (6. Rang).

6.         Etappe / Kaltern – Trento

Nach 15 Kilometer Neutralisation ging es 10 Kilometer wieder mächtig steil in Richtung Truden. Der zweite Brocken mit knapp 1400 Höhenmetern war der Manghenpass. Dieser lag mir super und ich konnte erstmals richtig Zeit auf Gregor ausfahren und auf dem Gipfel noch Wasser lassen. Anschließend folgte eine kurvige Abfahrt auf engen Strassen. Mein Sturz im Kopf blockierte mich so sehr, dass wir einige Fahrer ziehen lassen mussten. Glücklicherweise haben wir diese am nächsten Anstieg wieder eingefangen.  Die letzten 40 Kilometer blieben wir in der Gruppe und platzierten uns wieder auf Rang 7.

Schlussetappe / Trento – Arco

Zum Abschluss durften wir nochmal knapp 100 Kilometer radeln. Mit ca. 1400 Höhenmeter auf 18 Kilometern stand gleich nach 11 Kilometern der Monte Bordone vor uns. Die gesamte Etappe konnten wir heute entspannt angehen, da wir in alle Richtungen in der Gesamtwertung Luft hatten. Gregor wollte es nochmal Wissen und unterstützte unser zweites Herrenteam tatkräftig beim Aufstieg. Laurens und Basti wurden in der Woche immer stärker und heute sollten die Zwei aufs Podium. Am Gipfel angekommen sah alles gut aus – ca. 1,5 Minuten Vorsprung auf Platz 4 und im Windschatten von den Mastergranaten Laner/Weis. Leider machte 3 Kilometer später ein Platten die Träume zunichte. Schade. Gregor und ich sammelten uns wieder und fuhren bis zum Schluss in einer größeren Gruppe zum Gardasee. Die letzte Abfahrt war nochmalig haarig, da wir nur verlieren konnten, haben wirs entspannt ausrollen lassen.

Am Abend haben wirs mit den Jungs und Mädels dann richtig krachen lassen und unseren 6. Platz in der AK Herren gefeiert. (zweitbestes DEUTSCHES Team und von allen 600 Teams sind wir als 10. Platziert.)

…mal schauen ob wir 2011 auch wieder am Start in Sonthofen sind…

Man sieht sich mit reichlich Kraftausdauer und wenig Spritzigkeit beim nächsten Rennen! ;)

Michael

06.07.2010 21:32 Alter: 2 Jahre

Kommentare

5 Kommentare
Alex schrieb am 14.07.2010 15:51 email homepage

Hi Transalp-Helden!!

Respekt,Respekt... das war ja ganz großes Radsportkino von Euch > super Leistung!!

Hezlichen Glückwunsch dazu sagen

Lutze und Alex

Michael (OSSV) schrieb am 12.07.2010 13:45 email homepage

Grandiose Leistung, Jungs!!!

 

Neidfaktor ganz groß, v.a. bei mir. Ich wäre gerne live dabeigewesen, aber die Seuche lässt nicht locker ... Cry

DerAlteMann schrieb am 12.07.2010 10:15 email

Glückwunsch zur Super-Leistung und Hut ab!!!

Martin schrieb am 10.07.2010 12:22 email homepage

GANZ GROßES KINO - meine tiefste Verneigung Micha und Gregor vor Eurer Leistung - tolle, neiderregende Eindrücke von Dir Micha!!!

Grüße vom Höhentraining in Tibet (die 5.000 haben wir im Zugabteil) geknackt zwinker

josi schrieb am 07.07.2010 15:36 email homepage

Hey, Respekt. herzlichen Glückwunsch Eek

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