1. Dresdener Brückenlauf

Erstellt von Stephanie Junge | |   Laufsport

Oppacher Läufercup

Am 23.08.2009 stand mal wieder ein Lauf vom Oppacher Läufercup auf dem Plan. Diesmal war es der erste Dresdener Brückenlauf. Somit auch völlig unbekannt von der Strecke und von der Anstrengung her. Nach mehreren wettkampflosen Wochen hieß es an diesem Sonntag wieder zeitig aufstehen und fertig machen für den Lauf. Andreas startete über die 10km-Strecke, da er am Vortag ein wichtiges Fußballturnier hatte und dementsprechend platt war. Ich nahm mir wieder die Halbmarathonstrecke vor – wollte meine Kondition testen! Den Weg nach Dresden fanden wir relativ unkompliziert und auch den Startpunkt. Doch dann ging das organisatorische Chaos los. Viele Läufer hatten sich als Voranmelder registrieren lassen. Es gab aber nur einen Tisch, wo alle Unterlagen ausgegeben wurden – ich glaube es sollten um die 500 Läufer so abgefertigt werden. Es kam wie es kommen musste, die Schlange wurde immer länger. Sogar so lang, dass sich der Lauf zeitlich verschob. Dann sollten eigentlich die 10km-Läufer vor den Halbmarathonläufern starten. Doch während der Zeitverschiebung entschieden sich scheinbar die Organisatoren zur Umänderung. Dies teilten sie auch über die Lautsprecher den Läufern mit, doch leider standen diese nicht im Startbereich, so dass diese Planänderung nur sehr wenige Läufer mitbekamen. Zumindest wurde auf einmal zum Start ausgerufen. Zwischen den Halbmarathonläufern standen nun noch einige falsche Läufer, die noch entfernt werden mussten. Dann kam der Start! Doch kurz vorher fuhr noch ein älteres Ehepaar auf ihren Rädern vorbei, die sich nun auf der Strecke befand. Ich dachte nur, hoffentlich gehen die bisschen zur Seite!!! Denn der Radweg war für die Laufveranstaltung nicht gesperrt. Man konnte und musste also mit wütenden, „eiligen“ Rentnern rechnen.

Meine Strecke erstreckte sich über zweimal die 10km-Strecke. 5 Kilometer Richtung blaues Wunder auf der einen Elbseite hin und wieder 5km auf der anderen Elbseite zurück zur Albertbrücke. Die Strecke an sich ist sehr schön. Man konnte viel sehen. Und ich finde die Läufe am Wasser sowieso super. Das Highlight war der kurze Treppenlauf am blauen Wunder hoch! Der Puls kochte. Die erste Runde lief nach einer gewissen und langen Einlaufzeit super. Ich hatte meine Konkurrentin Claudia Heiduschka vor mir. Doch irgendwie wurde die bei 8km immer langsamer oder ich schneller. Zumindest kam ich an sie heran und überholte sie! Ein Zeitpunkt der Ehre!!! Dann kam die zweite Runde. Ich dachte nur, jetzt Geschwindigkeit beibehalten, dass sie dich nicht wieder einholt. Ich schleppte mich bei übrigens drückender Hitze von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation. Durch die erste Runde wusste man genau, wo und wann wieder einer kam. Doch oh nein, da stand bei Kilometer 17 auf einmal keiner mehr. Ich also am Ende meiner Kräfte, völlig dehydriert und überhitzt und da war kein Wasserstand. Das kann doch nur ein blöder Scherz sein!!! So schleppte ich mich also weiter. Diesmal von Kilometer zu Kilometer. Verlor auch gefühlsmäßig bisschen an Geschwindigkeit. Doch ich sah hinter mir keine Claudia Heiduschka mehr. Und das Ziel kam immer näher! Meine Beine gaben noch mal alles und ich rannte übers Ziel und konnte meinen Augen nicht trauen. Zeit: 1h 33min 45sec. – persönliche Bestzeit und zweite Frau!!!  

Der Start von Andreas lief nicht so gut. Die Organisatoren wollten die 10km-Läufer kurz nach unserem Start losschicken. Doch das fanden viele Läufer nicht so gut. So starteten sie 10 Minuten später. Andreas hatte auch kräftig zu tun, da der Muskelkater vom Vortag sich bemerkbar machte. Und bei den Läufern waren ja auch schon viele Getränke weg. Also Lernen mit wenig Wasser auszukommen! (Klingt wie ein Wasserwerkspruch) Andreas schafft es zu meinem Glück nicht mich auf der Streck einzuholen! JIPPPIEE Er wartete dann ganz geduldig im Ziel. Die plötzliche Freude über die neue Superzeit verblasste den großen Flüssigkeitsverlust, der auch nicht im Ziel aufgefüllt werden konnte. Dieses größte Fauxpas müssen die Organisatoren schnellstens beseitigen! Die schriftliche Entschuldigung folgte einen Tag später, was ich sehr bewundernswert finde. Trotzdem war es ein sehr schöner Lauf direkt am Wasser. Und der Blick vom Blauen Wunder in laufender Weise ist super! Ich werde nächstes Jahr wieder dabei sein, und nicht nur wegen der Bestzeit.  

Zusammenfassung:                   Steffi                        2/ 40                                                       Ak       2/  6                                                  Andreas                  12/ 153                                                    Ak         6/ 28