6. Oberguriger Straßenpreis

Erstellt von Michael Rinke | |   Straßenradsport/Rennradsport

Vor der heimischen Haustür fand am letzten Wochenende der Oberguriger Strassenpreis statt. Der Kurs ist uns bereits bekannt - eine steile Rampe mit 15 % gleich nach dem Start, ein paar Höhenmeter in Sinkwitz gefolgt von einem längeren Flachstück und der Abfahrt in Obergurig, um nach einer 90°-Kurve die letzten 300 Meter wieder Flach zu Start/Ziel zu gelangen.

Die C-Klasse durfte heute allein ihren Besten ermitteln. Dafür hatten wir 12 Runden und insgesamt 84 Kilometer Zeit.

Das Rennen startet zur Mittagssonne, pünktlich 12.20 Uhr, mit Franco und mir als Vertreter unseres gedeihenden Vereins. Das 100 Mann starke Feld bewegte sich verhalten in den ersten Runden. Franco und ich waren immer im vorderen Teil des Feldes, natürlich sehr wachsam. Die erste härtere Tempoverschärfung gab es in der 5. Runde am Hügel in Sinkwitz, beide Kopfjaeger waren dabei. Jedoch wurde das Loch von hinten bereits nach wenigen Kilometern wieder geschlossen. In den folgenden Runden gab es immer wieder Antritte aus dem Feld heraus. Franco und ich versuchten abwechselnd, teilweise zusammen, bei diesen Attacken mit wegzukommen. Vergeblich! Die enteilten Fahrer wurden immer wieder vom Feld gestellt. Ich kam heute wieder sehr gut über die Hügel drüber - so hoffte ich, dass es in der letzten Runde in Sinkwitz noch einen harten Antritt geben würde, doch dieser blieb leider aus. Zugegeben hatte ich selbst nicht den Mut die noch mögliche Platzierung durch eine eigene Attacke zu riskieren.

Somit kam es zu einer Massenankunft, Sprinter Franco hat sich hier nicht gut in Stellung gefahren, die letzte Kurve, ich husche an ein paar Fahrern vorbei, noch 300 Meter, alle ziehen am Lenker, keiner kommt mehr vorbei, Franco unmittelbar vor mir, geschafft! Franco 15. und ich 17.! Franco ist den ganzen Nachmittag enttäuscht über den Sprint. Im Gegensatz dazu freue ich mich, Antisprinter, über die Platzierung aus dem Massensprint heraus und die stimmige Form an den Hügeln. 

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Da man aufhören soll, wenn es am Schönsten ist, werde ich nun erstmal 2 Wochenenden Wettkampfpause machen. Es stehen ein paar längere Grundlageneinheiten an, um die Ausdauer für die Tour-Transalp auszubauen. Mitte Juni werde ich dann noch ein paar Wettkampfkilometer sammeln und mich dann gemeinsam mit Gregor ins Alpine Abenteuer Transalp stürzen. Außerdem stehen dort noch 2 weitere Kopfjaegerteams (Jan - Nino und Franco - Thomas H.) am Start.

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Das Hobbyrennen wurde vom Veranstalter kurzfristig um eine Runde gekürzt. So mussten die Athleten nur 28 km absolvieren. Für uns starteten Nino und Thomas. In der vorletzen Runde konnten sich Ronny Tober und Mario Graff absetzen. Thomas H. erwischte die zweite Gruppe. Als ausgewiesener Bergfahrer hatte er im Sprint der zweiten Gruppe keine Chance, belegte aber dennoch einen tollen 6. Platz. Nino behauptete sich im Hauptfeld und rollte etwa als 15. im Ziel ein.

Franco Loreck an der Rampe