Dresden Marathon 2012 - Bericht

Erstellt von Franco Loreck | |   Laufsport | Marathon

 

Der Tag X war gekommen und heute sollte eigentlich der Dresden Marathon für mich auf dem Programm stehen. Wegen Trainings – Faulheit und erstmaligen Kniebeschwerden fiel die 42 km Distanz für mich ins Wasser. Nach 2 Wochen nichts tun ging es heute füh auf in die Messe. Die Ummeldung von der 42 km – Strecke auf die Halbdistanz war schnell gemacht. Nachdem es früh morgens noch etwas kalt war schien dennoch bestes Läuferwetter zu sein. Die ersten Meter beim Einlaufen mit der Laufgruppe Dresden forderten schon die ersten kleinen Kniebeschwerden herauf. Leider doch nicht alles wider fit. Die letzten 3 Tage sah es ganz gut aus und ich hoffte es wäre wider “Heile”…

Wie auch immer. Pünktliche 09:50 fand ich mich im Kopfjaeger Outfit, bepflastert mit Klebe-X und style4Bike.de Werbung, wider. Cube und Cindy passten derweil auf das Auto auf und hielten mir den Rücken frei. Der Startschuss ertönte und es ging pünktlich aus der “8. Reihe” los.

Schon auf den ersten Metern merkte ich ein zwicken im Knie und dachte mir: “Das kann ja toll werden!”… Die ersten Kilometer ging es im Windschatten der vielen Mitläufer zügig voran. Das Knie meckerte weiter konnte aber sauber durchlaufen.Ich lief mein Stiefel recht konstant durch.. Die 10 Kilometer Marke wurde mit ca. 39 Minuten durchlaufen. Das unrealistische Ziel von unter 1:20 h dabei in ferner Reichweite. Ab Kilometer 10 bekam ich ein kleines hoch und ich lief allein gegen den Wind weiter. Bei Kilometer 15 war dann das Pulver verschossen und Kraft, Motivation und Sinn der Sache schlossen sich wie ein Vorhang.

Mit schlechter Mimik und noch mehr Körperschweiss ging es  in einer kleinen Gruppe weiter. Andre zog von dannen und ich versuchte den inneren Schweinehund zu überwinden. Laufen, Laufen und nochmals Laufen…. Noch 3 harte beschissene Kilometer wie als hätte ich schon ein Marathon hinter mir. Zum Glück hatte der Veranstalter noch die netten Brücken und Pflasterabschnitte eingebaut. Noch 2 Kilometer… Auch das überholen einer kenianischen Marathonfrau brachte keinen Leistungsschub. Nachdem Stefan dann noch an mir vorbei zog war nicht nur der Vorhang geschlossen sondern die Besucher waren schon aus dem Kino draussen!

Der letzte Kilometer… nix ging mehr… die Gabelung der Marathon und HM – Läufer folgte. Die netten Einweiser meinten ich solle noch eine runde Laufen. Ich lehnte dankend ab und konnte dann endlich das Ziel sehen… Entkräftet dort angekommen stand eine 1:24:5x auf der Uhr. WoW: “Unter 1:25…. vllt. auch das einzigste positive an der Zeit!”.

An sich der warscheinlich schnellste Halbmarathon für mich…

So das war´s auch schon!

Glückwunsch an alle Laufgruppe Läufer und natürlich auch alle anderen. Danke an alle Betreuer udn Betreuerrinnen

Nachtrag: 1:25:01 … da gingen die Uhren wohl falsch.

 

Bild: Laufszene Sachsen