Radrennen in Ponikau - Die 7 Zwerge gegen das Monopol der Picardellics

Erstellt von Franco Loreck | |   Straßenradsport/Rennradsport

Am frühen Morgen durch den Wecker begrüßt, schaute ich auf den Kalender. Es war der 14.09.2008. Vor genau 25 Jahren erblickte der Mannschaftskollege Klein-Gregor die Welt. Und exakt 25 Jahre später, heute an seinem Ehrentag, sollte das Radrennen: "Ponickauer Dreiecksrennen" ausgetragen werden. Ponickau liegt im Landkreis Riesa-Großenhain welcher sich in Sachsen befindet.

Zum lokalen Jedermannrennen formierten wir unsere Mannschaft in Form der 7 Zwerge. Am Start für die KOPFJAEGER waren: André, Micha, Martin, Nino, Gregor, Franco und Gastfahrer Jan.

Als sich alle in Ponickau akkreditiert hatten, ging es langsam auf das Equipment und sich selbst fit fürs Rennen zu machen. Da meine Wenigkeit schon fertig mit den Formalitäten war, bot sich mir die Möglichkeit eine Körperfettmessung durchzuführen. Ein Sponsor der Picardellics machte es möglich. Nach Dateneingabe streckte ich meine Hände empor und befummelte das Gerät bis es die Wahrheit an den Tag brachte. Es spuckte einen Wert von 20,3 aus?! Nach Einblick der Listen stand ich somit bei mittel bis schlecht. Somit war klar: "Die Messgeräte taugen nix!" Nach einem kurzen Angebot über eine Nährungsberatung zog ich unter grinsenden Gesichtern ab und sattelte mein Pferdchen.

Am Start fand sich dann auch ein dünn bekleideter Martin Herrmann ein. Dieser war zu früher Stunde geistig noch nicht ganz auf der Höhe und vergaß in Salzenforst seine kompletten Radutensilien. Ein Helm brachte Kopfjaeger Mareno noch rechtzeitig nach Ponickau. So war unser Team mit Schneewittchen Mareno, als Zuschauer, doch noch komplett vertreten.

Genug der vielen Worte. Punkt 11 Uhr startete das Jedermannrennen über 6 Runden (99 km). Die Rollenverteilung war klar: Nino, Andre und Martin wurden für frühe Ausreißergruppen vorgesehen, Micha und Gregor sollten das Tempo machen und ich konzentrierte mich auf die Sprints.

Zügig rollten wir die erste Runde. Die DSC Fahrer machten das Tempo um nicht zu spät am familiären Mittagstisch zu sitzen. Leider war nach den ersten Kilometern nicht mehr viel Energie vom Frühstück über, sodass sie im Feld versanken und wohl später auch noch den picardellischen Kuchen vor der Heimischen Hausmannskost vorziehen mussten.

Nach überqueren der Ziellinie begann die zweite Runde. Ich bereitete mich auf den ersten Prämiensprint vor und hielt mich weit vorn im Feld auf. Gregor hielt das Tempo hoch sorgte dafür das keine Gruppe ging. In der Hälfte der Runde formierte sich eine Gruppe mit den Picardellics Neumi und Jantel sowie Michael Nuck. Ich sah die Lücke und hängte mich rein. Belgisch kreiselten wir bis zum Prämiensprint. Ich hoffte auf meine jugendlichen Sprinterqualitäten und fuhr den Sprint von vorne an. Zum Glück reichte die Kraft und ich sicherte mir den Sprint vor Nucki und den 2 Picardellics.

Wir rollten aus und verschwanden in den großen Weiten des Hauptfeldes. Nach einigen Glückwünschen belohnte ich mich mit einem Discounter Müsliriegel der mich fast 10 Minuten oral begleitete. In der Zwischenzeit zog Erik von den Picardellics von dannen und versuchte sein Glück als Bauernopfer auf eigene Faust. Das Feld fuhr weiter und Michi zog am Hügel ein paar Mal an. André zeigte sich ebenfalls vorne und machte das Tempo. Auch Gregor zog es an die Spitze, um noch etwas sächsische Führungsluft zu schnuppern. In der 4. Runde folgte der zweite Prämiensprint. Gregor war mit einer Gruppe von ca. 4 Fahrern vorne. Ich hatte den Anschluss verpasst und kämpfte hinten um den Anschluss. Das Feld verschluckte die vordere Gruppe und für Gregor und mich war der Sprint dahin. Michi spülte es mit dem Sog des Feldes nach vorne und er spurtete sich auf den 2. Platz.

In der 5. Runde ging eine 5er Gruppe. Mit dabei 2 Kopfjaeger, Martin und André konnten sich in die Gruppe setzen und kamen gut weg. "Hoffentlich geht das gut, beide fühlen sich doch eher auf Kursen mit ganz vielen Höhenmetern wohl". Der Abstand vergrößerte sich sehr schnell und im Hauptfeld wurde nun gebummelt. Die noch im Feld verbliebenen Kopfjaeger ruhten sich aus und plauschten mit sich und der Welt.

Gregor schmiedete in der 5. Runde vor lauter Kälte im Regenerationpuls einen perfiden Plan und setzte sich beim Zieleinlauf der Senioren hinter diese, die um Positionen sprinteten. (fuhren 5 Runden) Nach dem Sprint zog er durch und fuhr, holte Sekunde um Sekunde auf die Führungsgruppe auf.

Im Feld gab es kleinere Angriffe aber vorne brannte nichts mehr an. In der Spitzengruppe fuhr André auf einen 4. Platz, Martin platzierte sich als 5. ebenfalls gut und Gregor kam hinter dieser Gruppe als Einzelkämpfer durch. Michi zog am letzten Hügel nochmal am Horn, sein Angriff wurde von Picardellics Matze mühelos verlängert und so konnte er zusammen mit Jantel und Jörg Dander vom DSC ein paar Meter vor dem Feld um den 7. Platz fahren. Letztlich platzierte er sich als 8. und ich rollte als 13. durch das Ziel, nachdem ich den Sprint total verkackt hatte. Stark angefangen und dann stark nachgelassen. Der Gewinn der 1. Prämie stimmte mich aber versöhnlich.

Nino und Jan behaupteten sich ebenfalls und rollten ebenfalls mit dem Hauptfeld ins Ziel.

Insgesamt ein recht erfreuliches Ergebnis mit vielen Kopfjaegern auf den vorderen Plätzen. Nach einigen leckeren Stückchen Kuchen versammelten wir uns im Festzelt und warteten auf die Siegerehrung. Als erster durfte ich auf das Podium und meine Prämie für den Sprintsieg in Empfang nehmen. Zukünftig darf ich Musik hören mit einer Ciclosport mp3 Player-Kopfhörerkombination. Michi durfte beim zweiten Sprint aufs Podium und nahm eine 2 Kg "Tonne" Eketrolythpulver entgegen. Auf den restlichen Podiumsplätzen fand sich leider kein KJ-Fahrer wieder. Dennoch waren fast alle mit ihrer Leistung zufrieden und fuhren nach dem Rennen ihren Wohnstätten entgegen.

"Kurveneinflug" mit Gregor Menzel, Franco Loreck und Martin Herrmann
"Kurveneinflug" - G. Menzel, F. Loreck und M. Herrmann
Kopfjaeger Martin Herrmann und Andre Mühlstädt in der Spitzengruppe
Spitzengruppe mit M. Herrmann und A. Mühlstädt
Siegerehrung Prämiensprint mit Franco Loreck auf dem 1. Platz
Prämiensprint mit Franco Loreck auf dem 1. Platz
Siegerehrung Prämiensprint mit Michael Rinke auf dem 2. Platz
Prämiensprint mit Michael Rinke auf dem 2. Platz