Rund um die Braunkohle

Erstellt von Henry Scholz | |   Straßenradsport/Rennradsport

Pfingstmontag, 05:00Uhr... der Wecker beendet nicht nur meinen Schlaf. Auch Micha und Franco beenden um diese Zeit ihre zum Teil recht kurze Nachtruhe. Martin, der am Vortag ausgiebig seinen Geburtstag feierte, sah zu dieser Zeit noch keine Veranlassung seinen Schlaf zu unterbrechen. Aber auch sein Ziel war es, mit uns gemeinsam in Zwenkau Großes zu leisten.

Auch meine Nachtruhe begann, nach moderatem Alkoholkonsum, erst 02.30 Uhr. Und das sollten Michi und Franco auf der Fahrt nach Zwenkau zu spüren bekommen Zunge ausstrecken.

Gut gelaunt und bei Sonnenschein starteten wir um 06:00 Uhr in Neustadt um Franco in Dresden abzuholen und nach Zwenkau zu fahren. Auf der A14 Richtung Leipzig verschlechterte sich das Wetter zusehenst um sich ab der A38 in Dauerregen zu manifestieren.

In Zwenkau angekommen gestaltete sich die Parkplatzsuche recht einfach, da Micha sich auskannte und den Wagen recht schmerzfrei "vor den Garagen" parkte. Mit dem Regenschirm vom Rennen am Sachsenring und nem 0,99 EUR Regenüberhang gings zur Ausgabe der Startunterlagen, wo wir auch Martin´s Starterbeutel nebst Startnummer und Transponder in Empfang nahmen. Martin selbst war zu diesem Zeitpunkt, da "etwas" später gestartet, noch auf dem Weg, solllte Zwenkau aber rechtzeitig erreichen.

Zurück zum Auto, schnell umziehen und unverzüglich zum Start lautete nun die Devise. Trotz aller Bemühungen waren schon unmengen Fahrer am Start um mit uns gemeinsam die 110 km zu bestreiten. Hier trafen wir nun auch Martin der sich mit uns in die ersten Reihen quetschte um optimal ins Rennen starten zu können.

Nachdem sich unsere Positionen durch ein vorrücken an die Startlinie noch einmal relativierten ging es auch schon auf die 110 km die heute für ein paar von uns nicht so laufen sollten wie geplant.

Das Tempo war am Anfang sehr hoch, sollte aber bereits nach wenigen Kilometern 2 Mal abrupt ausgebremst werden. Völlig unnötig stürzten 2 mal mehrere Dutzend Radfahrer, auch Martin und Micha konnten diesen Stürzen nicht entgehen. Micha beschädigte sich dabei sein Rad so sehr, das er einige Kilometer nach seinem Sturz mit abgerissenem Schaltwerk aufgeben musste. Den Weg zurück fand er mit einem sehr hilfsbereiten Zuschauer. Danke nochmal an dieser Stelle. Für Martin konnte es nach dem Sturz rel. problemlos weitergehen, Glück gehabt. Franco und mir blieben Stürze erspart so das wir uns voll auf das Rennen konzentrieren konnten.

Alle Fahrer die das Glück hatten vor diesem Sturz wegzufahren hatten sich jetzt schon ein Stück abgesetzt und sollten diesen Vorsprung bis nach Zwenkau auf ca. 6 Minuten ausbauen. Franco war in dieser Gruppe, "durfte" aber nach 2 Platten mit einer netten Rennradlerin ALLEIN bis ins Ziel fahren. So hatten wir dann wenigstens noch unsere dritte Zeit für die Mannschaftswertung.

Martin und ich fuhren das Rennen in der ersten Verfolgergruppe nach 02:40 Stunden recht unspektakulär zu Ende.

Für uns war heute mehr drin, aber wie es immer so ist... unser Blick ist auf die nächsten Rennen gerichtet!